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Spatenstich
Neuer Hangar auf dem Flugplatz Bienenfarm

Gemeinsames Spaten-Schwingen auf dem Flugplatz Bienenfarm. Entstehen soll ein neuer Hangar für die Oldtimer-Flugzeuge.
Gemeinsames Spaten-Schwingen auf dem Flugplatz Bienenfarm. Entstehen soll ein neuer Hangar für die Oldtimer-Flugzeuge. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 18.05.2020, 16:45 Uhr
Paulinenaue/Bienenfarm Der erste Spatenstich für den neuen Hangar am Flugplatz Bienenfarm wurde am Freitag vollbracht. Bis zum Herbst soll die neue, rund 1.800 Quadratmeter große Halle fertig sein. "Also noch vor dem BER", sagt Alexander Stendel. Stendel hatte den ehemaligen Agrarflug- und späteren Sportflugplatz 2017, zusammen mit Dr. Benedikt Lehmann-Dronke, Prof. Dr. Martin Strik und Manuel Meger übernommen. Seitdem wird der Flugplatz zwischen Nauen und Paulinenaue zum Mekka für die Oldtimer-Fliegerei ausgebaut.

Dahinter steht der Verein Quax, zu dem die neuen Eigentümer gehören und die sich der Fliegerei in historischen Maschinen verschrieben haben. Die liebevoll gepflegten Veteranen der Lüfte sind allerdings viel zu schade, um nur im Museum zu stehen. Die Vereinsmitglieder steigen mit den geschichtsträchtigen Schätzchen auch regelmäßig in den Himmel über das Havelland. Wenn sie nicht geflogen werden, brauchen die Flugzeuge einen angemessenen Stellplatz. Der wird mit dem neuen Hangar gerade geschaffen.

Die Bienenfarm hat sich ebenfalls zum Treffpunkt für Flugbegeisterte entwickelt. Auf vielen Veranstaltungen konnten die Oldtimer in Aktion bewundert werden, die Treffen zogen Besucher aus dem nahezu gesamten europäischen Ausland auf die Bienenfarm. In diesem Jahr fallen die Veranstaltungen Corona-bedingt aus. Also geht man ans Bauen, Neu- und Umgestalten.

Der Biergarten hat bereits eine Neugestaltung erhalten, eine neue Kläranlage wurde gebaut, ebenso wie eine neue Frischwasseranlage. Nun folgt der Hangar, 72 mal 75 Meter groß und acht Meter hoch wird er Platz für 20 bis 25 Flugzeuge bieten. Der Hangar soll nicht nur Garage, sondern auch Ausstellungshalle für die zum Teil sehr seltenen Maschinen aus den 1930er bis 1950er Jahren sein.

Die fertige Halle könne auch für öffentliche oder private Veranstaltungen genutzt werden, sagt Stendel. Rund 1 Million Euro habe der Verein am Standort Bienenfarm investiert, erzählt Stendel weiter. Umso mehr freut man sich im Verein, dass der Bau der Halle von der LAG (Lokale Aktionsgemeinschaft) Havelland gefördert wird.

Im Vorstand der LAG sitzt auch der Landtagsabgeordnete Johannes Funke (SPD). Funke lobt die kreativen Ideen, die aus seinem Wahlkreis kommen. Neben Funke waren zum ersten Spatenstich auch der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Paulinenaue, Arne Breder (Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr), Amtsdirektor Christian Pust (parteilos) aus Friesack und Manuel Meger (LWN). Der Bürgermeister aus Nauen griff allerdings eher als Vertreter der Bienenfarm zur Schaufel.

Dass die Bienenfarm bereits ein touristischer Anziehungspunkt in der Region ist, betonen alle Gäste gleichermaßen. Weshalb es gelte, den Standort zu stärken, so Pust. Das sieht auch Breder so, der sich allerdings gleichzeitig wünscht, dass die Piloten die Vorgaben zu ihren Flugrouten einhalten, um ein gutes Verhältnis zwischen den Piloten der Bienenfarm und den Bewohnern im nahen Paulinenaue zu gewährleisten.

Die Bienenfarm liegt direkt am Havelland-Radweg und in Nachbarschaft zum Fontane-Dorf Ribbeck. Der neu gestaltete Biergarten kann Freitag bis Sonntag von 11 bis 21 Uhr besucht werden.

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