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Corona-Ungewissheit
Fürstenwalder Tänzerinnen trainieren jetzt auf Tennisplatz

Juhu – endlich wieder zusammen trainieren! Weil kontaktloser Sport unter freiem Himmel wieder möglich ist, üben die United Dancers auf dem Tennisplatz am Schwapp. Susi Schwengbeck (2.v.l.) übt mit der Technikgruppe Sprünge. Maxi Roediger (13) hat’s drauf.
Juhu – endlich wieder zusammen trainieren! Weil kontaktloser Sport unter freiem Himmel wieder möglich ist, üben die United Dancers auf dem Tennisplatz am Schwapp. Susi Schwengbeck (2.v.l.) übt mit der Technikgruppe Sprünge. Maxi Roediger (13) hat’s drauf. © Foto: Manja Wilde/MOZ
Manja Wilde / 24.05.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 24.05.2020, 07:37
Fürstenwalde (MOZ) Hey Chicas!" Ein paar Jugendliche stehen auf dem Skate-Park in Fürstenwalde Nord und spähen zu den Tennisplätzen. Dort wummern die Bässe. Sechs junge Frauen springen kraftvoll in die Luft. Susanne Schwengbeck, ihre Trainerin, gibt die Kommandos.

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Es ist die Technikgruppe der Unites Danders, die dort trainiert. "Schön schweißtreibend", sagt Luise Brade (24). "Man hat mehr Motivation als zu Hause", ergänzt Franziska Bartsch. Außerdem läuft die 16-Jährige nun nicht mehr Gefahr, bei einer schwungvollen Drehung erneut auf die Rückwand einer Couch zu knallen. "Ich habe es knapp am Fernseher vorbeigeschafft", nennt Saskia Schwadtke (33) eine Anekdote der Video-Übungsstunden.

"Outdoor-Sport darf ja wieder in Gruppen von bis zu 15 Personen gemacht werden", sagt Kay Graf, Leiterin der Tanzschule Gertischke und des Vereins United Dancers. Die Miete, die sie für den Tennisplatz zahlen muss, sei tragbar. Die Stadt fördere sie gemäß Richtlinie zu 85 Prozent. Nun wartet Graf, ob das Land ab 28. Mai wieder Training im Saal erlaubt. "Es muss geklärt werden, ob Tanzschulen als Bildungseinrichtungen gelten", sagt sie – Musikschulen dürften ja auch wieder unterrichten.

Hygienekonzept und Online-Training

Parallel zum Warten auf die offizielle Öffnung hat Graf eine Ausnahmegenehmigung beim Landkreis beantragt. "Wir haben ein Hygienekonzept eingereicht und verdeutlicht, dass wir uns im Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband als Bildungseinrichtung sehen." Entscheidend seien auch die Auflagen: "Wenn je zehn Quadratmeter nur ein Mensch im Raum sein darf, ist es effektiver, den Kurs ausfallen zu lassen."

Marcel Schnieber, Leiter des Tanzkreises Fürstenwalde, behält das Online-Training noch etwas bei. "Wir starten ab Juni mit dem Training auf unserer Terrasse", sagt er. Den Online-Kursen kann er sogar Positives abgewinnen: "So konnte Andreas Grabowski, unser ehemaliger Tänzer, der jetzt in der Schweiz lebt, unsere Jungs noch mal unterrichten." Das Tanzstudio Miral startet am Donnerstag wieder Kurse vor Ort. "Wir haben einen großen Saal, vielleicht verlegen wir das Training auch auf den Parkplatz", sagt Inhaberin Marina Nickel.

"Wir haben eine Sondergenehmigung bekommen, weil wir eine Ballettschule sind, und fangen am Montag wieder mit maximal sechs Tänzern pro Gruppe an", berichtet Tina Skocir, Inhaberin der Schule Tanzappeal.

Und Kathleen Gruno, die Inhaberin der Showtanzschule Caramelle e fiori, will sich nach einer schönen Wiese an einem See umschauen, auf der sie Training anbieten kann. "Wir sind sonst in der Rahnschule, dort ist es uns nicht möglich, die Mindestabstände zu halten", sagt sie.

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