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Nahverkehr
RB 25 soll alle 30 Minuten zwischen Werneuchen und Berlin fahren

Einsteigen, bitte: Der RB 25 fährt aktuell nur alle 60 Minuten von Werneuchen nach Berlin und ist deshalb häufig überfüllt. Ab 2024 soll es besser werden, dann ist auf der Strecke ein 30-Minuten-Takt geplant.
Einsteigen, bitte: Der RB 25 fährt aktuell nur alle 60 Minuten von Werneuchen nach Berlin und ist deshalb häufig überfüllt. Ab 2024 soll es besser werden, dann ist auf der Strecke ein 30-Minuten-Takt geplant. © Foto: Sergej Scheibe
Christian Heinig / 28.05.2020, 19:58 Uhr - Aktualisiert 29.05.2020, 09:53
Werneuchen (MOZ) Schon lange wünschen sich die Stadt Werneuchen und die Gemeinde Ahrensfelde mehr Zugverbindungen nach Berlin. Und der Wunsch könnte bald Wirklichkeit werden, seit der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) dafür Ende vergangener Woche die Ausschreibung gestartet hat. Geplant ist, dass der RB25 ab 2024 alle 30 Minuten von Werneuchen nach Berlin verkehrt – und nicht mehr alle 60. Und dabei soll es nicht bleiben. Auch auf anderen Strecken im Barnim sollen die Angebote im Schienenverkehr ausgebaut werden. Welche das sind – wir geben den Überblick.

Ist die Taktverdichtung beim RB 25 mit dem aktuellen Schienennetz möglich?

Nein, ist sie nicht. Es muss gebaut werden. Bis zum Betriebsstart des Netzes, der für Ende 2024 vorgesehen ist, müsse der Bahnhof Blumberg um einen zusätzlichen Bahnsteig erweitert werden, teilte Joachim Radünz mit, der stellvertretende Pressesprecher des VBB. Künftig werden sich also in Blumberg die Züge der Linie RB 25 begegnen. Nur so lässt sich der 30-Minuten-Takt umsetzen.

Gibt es Pläne, die Strecke des RB 25 in ferner Zukunft wieder bis Wriezen zu verlängern – so wie vor 1998?

Dies scheint nach Angaben des VBB ausgeschlossen, zumindest aktuell. Eine Verlängerung der Linie RB 25 über Werneuchen hinaus sei nicht Bestandteil des aktuell gültigen Landesnahverkehrsplans, heißt es. Dort festgehalten sei lediglich die Verdichtung der RB 25.

Welche weiteren Taktverdichtungen und Schienen-Angebote plant der VBB im Barnim?

Da gibt es mehrere. Eine wesentliche Taktverdichtung betrifft die Achse des RE 3 zwischen Berlin und Angermünde. Auf der Linie sollen die Züge perspektivisch ebenfalls alle 30 Minuten rollen – allerdings frühestens ab dem Jahr 2026. Außerdem soll die Linie des RB 60 von Eberswalde nach Frankfurt (Oder) ab Ende 2025 zu einem Stundentakt verdichtet werden. Darüber hinaus will der VBB  auf weiteren Strecken das Angebot erweitern. Beispiel RB24: Dieser soll ab Dezember 2022 direkt am Flughafen BER halten. Ein weiteres Beispiel ist der RB60. Von Eberswalde nach Wriezen soll bis Ende 2024 ein weiterer Haltepunkt in Eberswalde-Nordend entstehen.

Welche Pläne bestehen für die Heidekrautbahn (RB27)?

Die Pläne hier sind vielfältig, auch wenn es noch an klaren Zeitvorgaben mangelt. Fakt ist: Bereits im Januar 2019 haben die Länder Brandenburg und Berlin mit der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) eine Planungsvereinbarung unterzeichnet. Diese hat zum Ziel, die Stammstrecke der Heidekrautbahn für den Personenverkehr zu reaktivieren und kurze Reisezeiten nach Berlin zu ermöglichen. Zudem soll die Verbindung über Schönerlinde beibehalten werden.

Welche konkreten Taktungen sind vorgesehen?

Das erklärte Ziel ist es laut VBB, einen 30-Minuten-Takt zu schaffen auf der Stammstrecke der Heidekrautbahn und darüber hinaus bis Klosterfelde und Berlin-Gesundbrunnen. Neue Halte seien in Berlin-Wilhelmsruh, Pankow-Park, Wilhelmsruher Damm, Blankenfelde, Schildow, Schildow-Nord, Mühlenbeck und Schönwalde-West geplant. Die Verbindung über Schönerlinde soll einen Halbstunden-Takt ermöglichen. Auf den übrigen Streckenabschnitten soll zumindest ein Stundentakt möglich sein.

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