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Baumaßnahme
"Sinnlos-Wall" sorgt in Eisenhüttenstadt für Ärger

Verbaut: Der Durchgang vom Ahornweg zur Wilhelmstraße wurde mit einem Kieswall versperrt.
Verbaut: Der Durchgang vom Ahornweg zur Wilhelmstraße wurde mit einem Kieswall versperrt. © Foto: Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 12.06.2020, 04:30 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Von einem Schildbürgerstreich ist im Internet-Beschwerdeportal "maerker" die  Rede, etwas drastischer ausgedrückt von Schwachsinn. Eine Anwohnerin, die sich verärgert an die MOZ gewandt hat, spricht von einem "sinnlosen Wall". Was ist passiert?

Seit 40 Jahren, so sagt es die Anwohnerin, gibt es einen Verbindungsweg zwischen dem Ahornweg und der Wilhelmstraße. "Dieser Sandweg wurde jetzt mit mehreren Sandbergen ,verschönert’, damit die Fahrzeuge diesen Weg nicht mehr passieren können." Grundsätzlich haben die Anwohner nichts gegen ein Fahrverbot. Der Weg ist staubig, gerade im Sommer. Die Anwohnerin schlägt eine andere Lösung vor: "Hätte man den Schotter nicht auf dem Weg verteilen und mit einer Raupe befestigen können? Schon wäre der Weg wieder sicher gewesen. Gegen den Fahrzeugverkehr hätte man zwei oder drei Betonboller aufstellen können." Und der Bürger im "maerker" erklärt: "Vielleicht hätte es schöner ausgesehen, wenn dort einfach ein Verbotsschild für Kraftfahrzeuge oder ein paar Poller aufgestellt worden wären und bestimmt auch billiger."

Kritik gibt es auch daran, dass viele ältere Bürger im Ahornweg nun Umwege laufen und mit dem Rad fahren müssen, weil der Wall auch für sie kein Durchkommen lässt. Zwar solle der Wall wohl begrünt werden. Doch die Anwohnerin fügt ironisch hinzu: "Angefangen mit der Begrünung wurde schon, da Grünabfälle darauf schon lagern. Vielleicht wird es auch ein neuer Abenteuerspielplatz für Kinder."

Es habe Beschwerden über den schlechten Zustand der Fläche gegeben und die Aufforderung, diese instand zu setzen, sagt Thomas Scholz, Bereichsleiter Hoch- und Tiefbau in der Stadtverwaltung. Bei der Recherche habe man ermittelt, dass es sich um keine öffentlich gewidmete Verkehrsfläche handele. "Weiterhin wurde der schlechte Zustand der Fläche festgestellt, so dass dadurch die Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmer nicht gewährleistet ist." Im Ergebnis wurde beschlossen, die Aufschüttung vorzunehmen. Thomas Scholz betont, dass es sich um sogenanntes "Unland" handele.

Sicherheit nicht gegeben

"Eine Öffnung der Aufschüttung zur Befahrung oder Begehung der Fläche für Radfahrer und Fußgänger, darf, da die Verkehrssicherungspflicht (Haftung) aber auch da die Sicherheit und Leichtigkeit des dann entstehenden Verkehrs nicht gewährleistet ist, nicht erfolgen", bekräftigt Scholz.

"Vielleicht sollte man um die ganze Stadt Sandberge ablagern!?", sagt die Anwohnerin und fügt hinzu: "Hier entscheiden Ämter über Maßnahmen, ohne sich eventuell mit Anliegern kurzzuschließen, um notwendige Maßnahmen zu realisieren. Denn wir Eisenhüttenstädter haben auch Ideen."

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Jörg Schönner 12.06.2020 - 17:29:36

Jo klar

Wer schlafende Hunde weckt,der sollte sich nicht wundern.

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