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Stadtpolitik
Im Seelower Kulturhaus sind auch Disco und Kino möglich

Mit neuen T-Shirts: Die Ausrüstung  soll bei städtischen Veranstaltungen darauf hinweisen, dass sich Jugendliche an die Jugendstammtisch-Teilnehmer mit ihren Wünschen und Hinweisen wenden können. Denn sie haben einen heißen Draht zum Rathaus.
Mit neuen T-Shirts: Die Ausrüstung  soll bei städtischen Veranstaltungen darauf hinweisen, dass sich Jugendliche an die Jugendstammtisch-Teilnehmer mit ihren Wünschen und Hinweisen wenden können. Denn sie haben einen heißen Draht zum Rathaus. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 18.06.2020, 04:30 Uhr - Aktualisiert 18.06.2020, 07:05
Seelow (MOZ) Der Seelower Jugendstammtisch hatte am Dienstagabend Bürgermeister Jörg Schröder zu Gast. Die 14 Teilnehmer, zumeist Schüler der 6. bis 11. Klasse, hatten viele Fragen an das Stadtoberhaupt. Die Stammtischteilnehmer werden jetzt per T-Shirt und Armbändchen auch in der Öffentlichkeit erkennbar sein. Sie sind Ansprechpartner für alle Probleme der Stadtjugend und geben sie an Parlament und Verwaltung weiter.

Zu den Jüngsten am Jugendstammtisch gehört Kevin. Der Sechstklässler war bereits als Vorschulkind in der Jugendfeuerwehr und interessiert sich nun auch für seine Heimatstadt. Mit Alex Karl ist auch ein prominenter Jugendlicher dabei. Er hat mit der deutschen Nationalmannschaft der U18 im Mai 2019 in Rokycany (Tschechien) den Weltmeistertitel im Classic-Kegeln errungen. Im kleinen Saal des Kulturhauses wurden alle von Laurina Affelt vom CVJM-Jugendhaus zur monatlichen Runde begrüßt. Bei der wurde das Gespräch mit Bürgermeister Jörg Schröder nachgeholt, das eigentlich schon im März geplant war, aber coronabedingt ausfallen musste.

Was macht ein Bürgermeister den ganzen Tag? Wie wird man Bürgermeister? Die Fragen der Teilnehmer an ihn nutzte Jörg Schröder zugleich, um mit den Jugendlichen in Dialog zu treten und sie zu ermuntern, sich einzubringen. Er erzählte von seiner Motivation, sich 2009 nach 15 Jahren als Abgeordneter um das Bürgermeisteramt zu bewerben. "Die Erfahrungen als Abgeordneter helfen mir noch heute", betonte Schröder. Als Maxime betonte er, dass es wichtig sei, miteinander zu reden. Man müsse ein offenes Ohr für Probleme haben. Und als gebürtiger Seelower sei  er natürlich auch mit Herzblut bei der Sache. Das sei auch bei seinen Facebook-Kommentaren zu berücksichtigen, nach denen die Jugendlichen ebenso fragten. Im letzten Wahlkampf hatte er den Rat angenommen, auch auf Facebook aktiv zu werden und über seine Arbeit zu berichten. Dies sei so erfolgreich gewesen, dass er gebeten wurde, dies auch nach der  Wahl beizubehalten. "Dort agiere ich als Seelower", betonte er. Froh sei er, das er das Ziel, das alte Seelower Kaufhaus zu sanieren, tatsächlich erreichen konnte. Er zitierte dabei den Seelower Ehrenbürger Prof. Werner Otto: "Ohne Visionen keine Zukunft".

So gehe er auch an die Gestaltung des Kulturhaus-Lebens heran. Sein Vorschlag, dort wieder die alte Tradition der Jugenddiscos aufleben zu lassen, stieß auf ein positives Echo. Ebenso regte er an, dort wieder Filme zu zeigen und zu diskutieren.

Im Anschluss konnten Laurina Affelt und Nicole Busse vom Freizeitzentrum Frizz den Teilnehmern T-Shirts mit dem Stammtisch-Logo überreichen. Sie wurden vom Unternehmer Winfried Haag gestaltet, der bereits Masken für Kita-Erzieher gefertigt hatte. Bezahlt wurden die T-Shirts über die Förderung aus dem Lokalen Aktionsplan Märkisch-Oderland. "Zum Stammtisch ist jeder eingeladen und gern gesehen", heißt es in einem Flyer, den Laurina Affelt verteilte. Monatlich treffen sich die Jugendlichen, die über Instagram und Whatsapp verbunden sind, in gemütlicher Atmosphäre, um aktuelle Fragen zu diskutieren und das nun auch satzungsmäßig festgeschriebene politische Mitspracherecht Jugendlicher in Seelow wahrzunehmen.

Kontakt Jugendstammtisch: Laurina Affelt, Tel. 0151 65526723 #jugendstammtischseelow, #justseelow

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