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zum Portal Abgeordnetenwatch
Ermüdendes Spiel

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Mathias Hausding / 24.06.2020, 19:50 Uhr - Aktualisiert 25.06.2020, 08:33
Brandenburg (MOZ) Das Portal Abgeordnetenwatch kann inzwischen auf eine 15-jährige Geschichte zurückblicken. Schon das zeigt, dass die Initiative ihre Berechtigung hat. Inwieweit das online dokumentierte uferlose Frage-Antwort-Spiel zwischen Bürgern und Politikern tatsächlich einen Erkenntnisgewinn bietet und ein Beitrag zu Transparenz und Bürgernähe ist, muss letztlich jede Wählerin und jeder Wähler für sich selbst entscheiden.

Klickt man sich durch die Profile der Abgeordneten, wirkt es durchaus ermüdend, wenn Fragen immer wieder ganz offensichtlich nicht aus echtem Interesse gestellt werden, sondern um bereits allseits bekannte Konflikte auch noch mal auf dieser Bühne durchzukauen. Dementsprechend vertraut fallen dann meist die Antworten aus. Man erkennt: Die bloße Menge an Fragen und Antworten macht längst noch keine Transparenz und Bürgernähe.

Deshalb ist es auch fragwürdig, schlechte Noten an Abgeordnete zu verteilen, die bei dem Spiel nicht mitmachen wollen. Das Portal zeigt einmal mehr, diese Werbung in eigener Sache sei gestattet, dass Journalisten unverzichtbar sind, die den Wust an kursierenden Daten und Aussagen sortieren, einordnen und erklären.

Lesen Sie hier auch den Beitrag von Mathias Hausding: Zeugnisnoten für Brandenburgs Bundestagsabgeordnete

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Frank Schneider 30.06.2020 - 12:00:50

Unerwünschte Vorbildwirkung für Journalisten

Abgeordnetenwatch macht den Job, den eigentlich Journalisten machen müssten - Politikern auch mal auf den Zahn zu fühlen. Zum Beispiel wurde Claudia Roth dort gefragt, wieso sie sich in ihrem Online-Lebenslauf auf der Bundestags-Homepage als Theaterwissenschaftlerin bezeichnete, obwohl sie das Studium dazu nach zwei Semestern abbrach. Die korrigierte daraufhin ihren Online-Lebenslauf.

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