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Wasserverband
Machtkampf im Zowa in Schwedt geht weiter

Vorsteher des Zowa, Jens Arnold, sitzt seit einigen Wochen wieder an seinem Schreibtisch. (Archivbild)
Vorsteher des Zowa, Jens Arnold, sitzt seit einigen Wochen wieder an seinem Schreibtisch. (Archivbild) © Foto: Michael Dietrich/MOZ
Thorsten Pifan / 27.06.2020, 06:00 Uhr
Schwedt (MOZ) Deutliche Worte rund um den Streit beim Wasserverband Zowa hat der Anwalt der Stadt Schwedt, Henning Meyersrenken, in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gefunden. Nach dem Studium der bislang bekannten Unterlagen kann er keinen Schaden erkennen, der dem Verband durch die Handlungen des Vorstehers entstanden sind. Bürgermeister Jürgen Polzehl (SPD) hatte das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen, um den Politikern in der Stadt Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen.

Hintergrund des Streits: Vor einigen Wochen hatte Zowa-Aufsichtsratschef und Angermündes Bürgermeister Frederik Bewer Zowa-Chef Jens Arnold beurlaubt und Rechtsanwälte beauftragt, die Geschäfte des Verbands zu prüfen. Inzwischen hat der Aufsichtsrat Arnold wieder eingesetzt – offenbar gegen den Willen Bewers. Die Hintergründe für die Beurlaubung sind weiter unklar.

Brennend interessierte die Politiker die Frage, die Axel Reineke (BVB/Waldbad) formulierte: "Ist der Stadt ein Schaden entstanden?" Polzehl ließ das den Anwalt beantworten, der auch mit internen Unterlagen vertraut ist. "Aus dem Gutachten, das uns vorliegt, kann ich keinen aktuellen Schaden erkennen, vieles, was dort angesprochen wird, ist nicht greifbar", sagte er. An dieser Stelle hakte der fraktionslose Nino Pawlak nach. Er habe gehört, dass selbst das städtische Rechnungsprüfungsamt aus Schwedt an einigen Stellen fehlende Ausschreibungen kritisiert hätte.

"Trotzdem ist kein Schaden entstanden, der erkennbar wäre", sagte Meyersrenken. Er stellte zudem infrage, ob es überhaupt eine europaweite Ausschreibung hätte geben müssen. Alternative Wege stellte er aus dem Jahresabschlussbericht 2017 vor.

Der Stadtverordnete Mike Bischoff (SPD) kritisierte Bewers Vorgehen und den entstandenen Image-Schaden für das Unternehmen, sagte  Bischoff. Anwalt Meyersrenken ergänzte, das auch das Gutachten, dass der Aufsichtsratsvorsitzende in Auftrag gegeben hat mit 18 000 Euro ohne klares Ergebnis den Verband zumindest "belaste". In Richtung Vorsteher sagte Polzehl: "Ich plädiere dazu, Arbeitsfehler abzustellen, dieses Signal haben wir ganz klar gesendet."

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Wendelin Helge 30.06.2020 - 22:11:55

Vorsicht Hetzer

Na Herr Mundt, reicht ihnen die Hetze als Admin der Facebookgruppe "Schwedt aktuell" nicht mehr aus? Nun auch hier ?

Falko Mundt 27.06.2020 - 20:13:28

Ganz groß

Da geht mir richtig das Herz auf, wie sehr sich Herr Pawlak und Herr Reineke um das Wohl der Stadt sorgen. Der parteilose, is schon so ewig raus der gute, da lohnt wohl kein Verweis mehr auf die politische Heimat.

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