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Oranienburg wächst bis 2027 auf knapp 51 000 Einwohner

Bringen die Erweiterung der Weißen Stadt voran (v.l): Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski, Prokuristin Birgit Wehner und Projektleiterin Marianne Kordecki
Bringen die Erweiterung der Weißen Stadt voran (v.l): Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski, Prokuristin Birgit Wehner und Projektleiterin Marianne Kordecki © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 30.06.2020, 19:21 Uhr
Oranienburg (MOZ) Ab heute entstehen im zweiten Bauabschnitt zur Erweiterung der Weißen Stadt in Oranienburg 56 Wohnungen, davon sind 42 Einheiten belegungsgebunden, um auch Mietern mit niedrigeren Einkommen das Wohnen im Neubau zu ermöglichen. Zwei Erdgeschosswohnungen werden rollstuhlgerecht, 13 Wohnungen barrierefrei sein. Ab 1. April 2021 werden 80 Wohnungen des ersten Bauabschnitts vermietet.

Baustaatssekretär Rainer Genilke überbrachte am Dienstag einen Fördervertrag. Das Land stellt 8,8 Millionen Euro als Darlehen und 1,4 Millionen Euro als Zuschuss zur Verfügung. Die Woba nimmt 1,4 Millionen Euro als Kredit auf und steuert 3,7 Millionen Euro als Eigenmittel bei. Genilke sprach in Gegenwart einiger Gäste von einem "großen Tag". Die Woba sei erfolgreich unterwegs. Die Belegungsbindung mache die Förderung möglich.

Baustadtrat Frank Oltersdorf meldete weiteren Förderungsbedarf an: für den Neubau der Emil-Büge-Straße zur Erschließung der neuen Weißen Stadt und für die Grünanlagen, die als Puffer zur Walther-Bothe-Straße entstehen sollen. Förderung bedürfe aber auch der Bau zusätzlicher Kita- und Schulplätze. Die Stadt müsse dafür in den kommenden Jahren 60 Millionen Euro aufwenden. "Bis 2027 werden wir auf 51 000 Einwohner wachsen", sagte Oltersdorf.

Im vierten Bauabschnitt der Weißen Stadt entstehen bis 2025 eine neue Kita und eine Grundschule. Für die Kita wurde die Entwurfsplanung gerade an ein Planungsbüro vergeben.

In Oranienburg entstehen aktuell neben Potsdam und Cottbus landesweit die meisten neuen Wohnungen. Die Stadtverordneten machten am Montagabend den Weg frei für weitere Wohnungsbauten in den Ortsteilen und die Schaffung zusätzlicher Kita- und Schulplätze. Dennoch meldeten die Ortsvorsteher weiteren Bedarf für Betreuungsplätze an. Allein in Lehnitz entstehe ein Defizit von 100 Kitaplätzen, sagte Matthias Hennig (SPD).

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