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Primera División
Unruhe bei Barça: Ärger um Griezmann und Trainer am Pranger

Jordi Alba (l) und Clement Lenglet (r) vom FC Barcelona gegen Thomas Lemar von Atletico Madrid.
Jordi Alba (l) und Clement Lenglet (r) vom FC Barcelona gegen Thomas Lemar von Atletico Madrid. © Foto: Joan Monfort/AP/dpa
DPA / 01.07.2020, 13:40 Uhr - Aktualisiert 07.07.2020, 20:22
Barcelona (dpa) Nicht nur die vielen Punktverluste bereiten dem FC Barcelona Sorgen.

Nach dem 2:2 daheim gegen Atlético Madrid, das ein weiterer Rückschlag für die Titelverteidigung in der Primera División war, hat der Club von Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen plötzlich Probleme mit einem seiner größten Stars. Antoine Griezmann musste am Dienstag im Camp Nou zum zweiten Mal in Serie die Bank drücken und durfte erst in der 90. Minute aufs Feld. Der französische Weltmeister fühle sich vom Coach Quique Setién "gedemütigt", schrieben Medien am Mittwoch übereinstimmend.

Die Reaktionen auf den "Fall Griezmann", wie die Zeitung "Sport" titelte, ließen nicht lange auf sich warten - und überschatteten sogar das 700. Pflichtspiel-Tor von Superstar Lionel Messi. Die Entscheidung Setiéns, den Stürmer so lange auf der Bank zu lassen, sei "völlig unverständlich" gewesen, schrieb das Fachblatt "Mundo Deportivo". Griezmanns Bruder Theo klagte auf Twitter: "Mir ist zum Heulen zumute, wirklich." Atlético-Trainer Diego Simeone, der den 29 Jahre alten Stürmer in Madrid zum Weltstar machte, sagte zum Reservisten-Dasein seines Ex-Schützlings: "Griezmann? Ohne Worte."

Setién räumte noch am Abend ein, es erscheine "wohl nicht logisch", Griezmann so spät einzuwechseln. Es könnten aber ja nicht alle gleichzeitig spielen. "Morgen werde ich mit ihm reden, aber ich werde mich nicht entschuldigen", sagte Setién, der angesichts der schwachen Ergebnisse immer mehr unter Druck gerät. Angst um seinen Job hat er aber nicht, wie der 61-Jährige sagte.

Medien schrieben unterdessen, dass Griezmann auch bei einem als sicher geltenden Weggang Setiéns wohl die Koffer werde packen müssen. Er habe seit seinem Wechsel im vorigen Sommer nie wirklich überzeugen können. Barça wolle deshalb Paris Saint-Germain ein Angebot machen: Das Franzosen-Trio Griezmann, Ousmane Dembélé und Samuel Umtiti im Tausch gegen Neymar. Der Brasilianer will nach Medienberichten unbedingt zurück zu Messi&Co.

Real Madrid hat am Donnerstagabend die Chance, mit einem Sieg gegen den FC Getafe den Vorsprung auf Barça auf vier Zähler auszubauen. Das würde fünf Spieltage vor Schluss einer Vorentscheidung gleichkommen. Die Königlichen sind im direkten Vergleich - der bei Punktgleichheit entscheidet - besser und haben zudem das leichtere Restprogramm.

© dpa-infocom, dpa:200701-99-626558/5

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