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Zahlungsverkehr
Digitales Bezahlen mit der App Satispay wird ganz einfach

Kerstin Bechly / 01.07.2020, 03:45 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) In den vergangenen zwei Jahren hat mobiles Bezahlen in Deutschland einen wachsenden Zuspruch erfahren. Auch wenn andere Länder deutlich weiter sind, gibt es mittlerweile hierzulande mit mobilen Wallets, Messengern und Apps ebenfalls verschiedene Wege, bargeldlos zu bezahlen. Online wird dies mehr als in Geschäften genutzt. Einer Studie des Unternehmens Wirecard zufolge verwenden 47 Prozent der befragten 18- bis 44-Jährigen inzwischen mobile Wallets, also digitale Geldbörsen, als Zahlungsmethode (siehe Info-Kasten). Ein Unternehmen aus Italien will das Bezahlverhalten in Deutschland revolutionieren und hat dazu in Berlin die ersten fast 30 Händler sowie Kunden gewonnen. "Deutschland ist in seiner Zahlungsdynamik ähnlich zu Italien. Zudem hat sich in hier wie in anderen Ländern ein neues Bewusstsein für die Notwendigkeit alternativer Zahlungsmethoden zum Bargeld entwickelt", begründet CEO Alberto Dalmasso, einer der drei Gründer von Satispay, den Weg ins Nachbarland.

Das vor sieben Jahren gegründete Fintech-Unternehmen verweist auf eine Million Nutzer und über 100 000 Händler im Heimatland. Satispay wirbt damit, dass seine App für Smartphones absolut sicher, kostenlos und unkompliziert sei. Nutzer benötigen nur ein Girokonto, während bei Anbietern wie Apple Pay oder Google Pay eine Kredit- oder Girokarte hinterlegt werden muss. Sie haben über die Festlegung eines Wochenbudgets ihre Finanzen unter Kontrolle. "Dieses individuelle Budget können sie jederzeit ändern. Jede Transaktion des Satispaykontos wird aufgelistet. Derzeit arbeiten wir an weiteren Features, um das Budget für Nutzer noch flexibler zu gestalten und ihnen kleine wie auch besonders große Käufe zu erleichtern", erläutert Alberto Dalmasso.

Die neue Form des bargeldlosen Bezahlens sehen Verbraucherschützer positiv. "Für Nutzer ohne Kreditkarte kann dies ein gangbarer Weg sein. Die Wochenlimite sind sicherlich gut. Einigen Kunden wird diese  Art prepaid-Bezahl-App aber lästig sein", schätzt Erk Schaarschmidt, Referent Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Brandenburg ein.

Einen Mindestbetrag beim Bezahlen gibt es nicht. Kunden können in angeschlossenen Geschäften und Restaurants online und offline bezahlen, indem sie einfach die App mit ihrem Konto verbinden, und weitere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. "Da der Bezahlvorgang direkt zwischen Zahlungssender und -Empfänger abläuft, sind keine Kreditunternehmen involviert und werden keine Daten an Dritte benötigt. Das mach Satispay sicher", teilt das Unternehmen mit.

Neben dem einfachen Bezahlen können deutsche Kunden weitere Funktionen nutzen: Es lässt sich ein eigenes Sparschwein erstellen, das mit Geld aus dem eigenen Budget gefüttert wird und künftig auch als Cashback. Dafür soll die App nahe gelegene Shops auflisten, die Geld-zurück-Aktionen anbieten. Kunden können sich obendrein Res­taurants und Geschäfte in der Umgebung anzeigen lassen, die einen Liefer- und Abholservice mit Satispay anbieten.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Kunden wie bei anderen mobilen Bezahldiensten nichtrückholbare Überweisungen vornehmen. Erk Schaarschmidt: "Was Reklamationsfälle anbelangt, so werden diese wie bei Kreditkarten gehandhabt. Das heißt, eine Reklamation mit Rückerstattung ist auf Antrag bei unautorisierten Buchungen bis 13 Monate danach möglich."

Viele Funkionen sind machbar

In Italien stehen Verbrauchern weitere Funktionen zur Verfügung, darunter das einfache Aufladen des mobilen Guthabens, Bezahlen, indem ein Foto der Rechnung erstellt wird und die smarte Bezahlung von öffentlichen Verwaltungsdiensten (Gebühren, Strafzettel) oder der Kfz-Steuer. "Von den Berliner Händlern bekommen wir die ersten Feedbacks und arbeiten an neuen Features", erklärt CEO Dalmasso.

Händler, die sich über die Produkt-Webseite anmelden können,  werden unter anderem mit der hohen Transparenz von Satispay umworben: Es fallen anders als üblich keine Anmeldekosten oder monatliche Gebühren an, lediglich eine feste Provision von 20 Cent bei Zahlungseingängen über zehn Euro. Ein weiterer Vorteil: Die neue Zahlungsplattform ist mit den meisten Lesegeräten kompatibel, die in Geschäften vorhanden sind. Das war auch ein Argument für  Christian Günzel, Geschäftsführer der Eismanufaktur Berlin, sich für Satispay zu entscheiden. Sein Hauptargument: "Es bietet eine sehr gute Möglichkeit, kleinere Beträge kontaktlos ohne zusätzliche Kosten entgegenzunehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Daten nicht über etablierte Bezahldienstleister laufen", betont er. Die Installation seit sehr leicht und selbsterklärend gewesen. "Bisher funktionieren die App und ihre Handhabung bestens", ist Günzel zufrieden, bei dem ansonsten mit Bargeld bezahlt wird.

Satispay kommt mit einem ambitionierten Ziel nach Deutschland: "Wir wollen Marktführer im Sektor für mobiles Bezahlen werden", betont Alberto Dalmasso. Berlin wurde als Startschuss gewählt, "weil es ein Symbol für Kreativität, smarte Entwicklungen und vor allem ein Zentrum für innovative Lösungen ist." Schon jetzt kann Satispay in ganz Deutschland heruntergeladen und genutzt werden. Neben Ballungszentren steht für die Sale-Teams auch der ländliche Raum wie Brandenburg im Focus. Dass es funktioniert, zeige die kleine norditalienische Stadt Cuneo mit 50 000 Einwohnern – dort akzeptieren mittlerweile 2000 Geschäfte Satispay.

Mobiles Bezahlen kommt ins Rollen

Die internationale App Satispay läuft auf jedem Smartphone  und kann in allen App-Stores, in Google Play und der AppGallery für In-Store-Zahlungen und Peer-to-Peer-Geldtransfer heruntergeladen werden.

WeitereBezahlmethoden sind unter anderem die App Google Pay, Deutsche Bank Mobile, Fitbit Pay Fitbit und mobiles Bezahlen der Sparkassen sowie Apps bei Edeka und Netto. Deutsche Bank, Commerz- und Volksbanken bieten Apple Pay mittlerweile auch für Kredit- und Girokarten an.

Laut einer Studie der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfergesellschaft erledigen 25 Prozent der Deutschen ihre Geschäfte über mobiles Bezahlen, bei den unter 30-Jährigen sind es 46 Prozent. Sieben von zehn Deutschen unter 40 Jahren beabsichtigen, in den nächsten fünf Jahren mobile Bezahlmethoden zu nutzen.

Satispay beschäftigt 100 Mitarbeiter an seinem Hauptsitz in Mailand und in Niederlassungen in Luxemburg und Berlin.⇥keb

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