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Corona-Folgen
Eberswalder Konjunkturpaket für die heimische Wirtschaft

Ebenfalls Teil des Eberswalder Rettungsschirmes: Die Stadt verzichtet in der Corona-Krise gegenüber der Marktgilde auf Gebühren. Damit reduziert sich für die Händler auf dem Wochenmarkt die Standmiete.
Ebenfalls Teil des Eberswalder Rettungsschirmes: Die Stadt verzichtet in der Corona-Krise gegenüber der Marktgilde auf Gebühren. Damit reduziert sich für die Händler auf dem Wochenmarkt die Standmiete. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 01.07.2020, 04:00 Uhr - Aktualisiert 01.07.2020, 06:30
Eberswalde (MOZ) Ab heute heißt es: Mehrwertsteuer runter. Die Reduzierung der Sätze ist einer von insgesamt 57 Punkten des Konjunkturprogramms, das der Bund aufgrund der Corona-Krise aufgelegt hat. Mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro.

Auch die Barnimer Kreisstadt hat ein Hilfspäckchen geschnürt. Eberswalde stellt aus seinem Haushalt in diesem Jahr 200 000 Euro zur Ankurbelung und Stabilisierung der heimischen Wirtschaft zur Verfügung. Während der jüngsten Parlamentssitzung haben die Abgeordneten die "Förderrichtlinie für das Eberswalder Wachstums- und Konjunkturpaket" verabschiedet. Das kommunale Programm ist ein Gemeinschaftswerk von Verwaltung und Stadtverordneten.

Die Pandemie, verbunden mit einem wochenlangen Lockdown und teils massiven Einschränkungen würden auch heute noch eine "starke wirtschaftliche Belastung für die kleinen und mittelständischen Unternehmen" der Stadt darstellen, erklärte Uwe Grohs, Fraktionsvorsitzender der CDU, die den Fonds initiiert hatte.

Maximal 5000 Euro Zuschuss

Er verweist auf eine Umfrage, die der Vorstand des Unternehmerverbandes Barnim unter den Mitgliedern zu aktuellen Themen und zu den Folgen von Corona durchgeführt hatte. Einbezogen gewesen seien dabei selbstverständlich auch Betriebe und Geschäfte aus Eberswalde.

Der Verband zähle derzeit um die 120 Mitgliedsunternehmen. Im Ergebnis dieser Umfrage hatte die CDU bereits im April eine Förderung für kleine und mittelständische Unternehmen, für Soloselbständige und für Angehörige Freier Berufe angeregt. Mit der Förderrichtlinie, erarbeitet vom Referat für Wirtschaftsförderung, liege nunmehr eine rechtliche Grundlage vor, warb Grohs um Zustimmung im Parlament. Das Hilfspaket sei "mehr als ein symbolischer Akt", bekräftigte Hardy Lux, Fraktionschef von SPD/BFE, Miteinreicher, ebenso wie Linke und FDP/BFB. Einmütig wurde die Förderrichtlinie angenommen. Victor Jede (Bündnis Eberswalde), Thomas Krieg sowie Florian Eberhardt (beide AfD) hatten sich, als mögliche Nutznießer des Pakets, für befangen erklärt und an der Abstimmung nicht teilgenommen.

Der Fördersatz für Unternehmer, Soloselbständige und Freiberufler ist abhängig von der Betriebsgröße gestaffelt. Bei bis zu fünf Mitarbeitern winkt ein Zuschuss bis zu 95 Prozent, bei bis zu zehn Mitarbeitern von 80 Prozent, bei bis zu 20 Beschäftigten von 65 Prozent und bei mehr als 20 Mitarbeitern von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Maximal gibt es 5000 Euro. Gefördert werden Projekte, die die Leistungsfähigkeit nachhaltig herstellen oder dauerhaft verbessern. Überdies soll so der Standort Eberswalde gestärkt werden.

Anträge im Referat Wirtschaftsförderung

Die Richtlinie tritt nach ihrer Bekanntmachung im Eberswalder Amtsblatt in Kraft und gilt bis 31. Dezember 2020. Anträge sind zu richten an: Stadt Eberswalde, Wirtschafts- und Sozialdezernat, Breite Straße 41-44, 16225 Eberswalde. Dafür steht ein Antragsformular zur Verfügung. Wer bereits vor März 2020 in Schwierigkeiten war, ist von einer Zuwendung ausgeschlossen. ⇥vp

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