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Auftakt in Österreich
McLaren-Teamchef: Intensivste Formel-1-Saison aller Zeiten

Andreas Seidl, Teamchef des Teams McLaren F1.
Andreas Seidl, Teamchef des Teams McLaren F1. © Foto: Sebastian Gollnow/dpa
DPA / 01.07.2020, 07:18 Uhr - Aktualisiert 05.07.2020, 10:56
Spielberg (dpa) McLaren-Teamchef Andreas Seidl erwartet nach dem Neustart der Formel 1 außergewöhnliche Belastungen. "Wir werden die intensivste Saison aller Zeiten erleben", sagte der 44 Jahre alte Passauer vor dem Auftaktrennen am Sonntag in Österreich.

Die Teams müssten sich auf einen "permanenten Balanceakt" einstellen, um den dicht gedrängten Rennbetrieb und die nötige Weiterentwicklung der Autos in den Fabriken zu meistern. Die Formel 1 beginnt ihre Saison wegen der Coronavirus-Pandemie mit vier Monaten Verspätung, will aber bis Mitte Dezember noch mindestens 15 Grand Prix absolvieren.

Mit einem umfassenden Hygienekonzept und Rennen vorerst ohne Zuschauer soll doch noch ein Weltmeister ermittelt werden. Die Formel 1 habe "ein gutes Mittel zwischen dem Schutz der Mitarbeiter und einer weiter tollen Show" gefunden, versicherte Seidl. Die größte Herausforderung für die Mechaniker sei das Tragen von Masken in der Garage. Dies ist laut Seidl eine "extreme physische Belastung", daher werde man für regelmäßige Pausen sorgen.

Trotz Kurzarbeit bei McLaren und fehlenden Testmöglichkeiten im Rahmen des Regelwerks mit einem älteren Auto sei er "sehr happy mit der Vorbereitung" des Teams auf den Auftakt, sagte der Teamchef. Die Fahrer Carlos Sainz (25) und Lando Norris (20) seien "fitter als je zuvor". Es bedürfe lediglich "drei, vier Runden in Österreich, dann werden die beiden den Rost abgeschüttelt haben, wenn sich denn einer angesetzt hat", sagte Seidl.

Der Deutsche ist seit 1. Mai 2019 Teamchef des britischen Rennstalls. Nach einem Corona-Fall bei McLaren war der ursprüngliche Saisonauftakt in Australien Mitte März kurzfristig abgesagt worden. Vor dem Neustart sei das Rennteam nun über Wochen vom Rest der Firma isoliert und regelmäßig getestet worden, sagte Seidl. Eine neue Infektion habe es seither nicht gegeben.

© dpa-infocom, dpa:200630-99-624785/3

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