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Helenesee
Campen in Frankfurt (Oder) statt nach Mallorca zu fliegen

Jan-Henrik Hnida / 01.07.2020, 06:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nach Usedom und Berlin ist der Helenesee die letzte Station auf der Rundreise von Petra Kaiser-Labusch. "Ich finde es hier total schön, man hat viel Platz und der See ist echt toll", findet sie. Zusammen mit ihrer Partnerin starteten sie mit ihrem Wohnmobil in Bremen. Vom Ansturm am Wochenende (MOZ berichtete) bekamen sie nichts mit, da sie erst seit Montagvormittag an der Kleinen Ostsee Station machen. "Hier ist es entspannt", sagt Kaiser-Labusch und zeigt auf die vereinzelten Zelte und Campingwagen unter den Kiefern.

Seit dem 25. Mai darf wieder am See übernachtet werden. "Wir haben derzeit doppelt so viele Anfragen von Campern, wie sonst", sagt Betriebsleiter Uwe Grack. Natürlich freue er sich über jeden Gast – gleichzeitig schwebe das "Damoklesschwert  der Schließung" wegen möglicher erneuter Corona-Maßnahmen stets über der Helene.

Auf Grund der Größe des Camping-Bereichs musste sich in der Vergangenheit kein Gast für Camping, Wohnmobil oder Caravan einen Platz reservieren. Durch das Coronavirus hat  sich das in dieser Saison geändert. Übergangsweise bittet die Helenesee-Verwaltung um eine Anmeldung. Diese stelle noch keine verbindliche Reservierung dar, sondern solle Information liefern, wann wie viele Gäste kommen wollen. Parallel arbeitet die Helenesee-Verwaltung an einem Reservierungssystem.

Seit Sonnabend gilt auch an der Helene ein Beherbergungsverbot für Gäste, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt anreisen, in dem beziehungsweise in der in den letzten sieben Tagen vor der Anreise eine stark erhöhte Zahl von Infizierten zu verzeichnen war. Diese Zahl liegt bei 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Ausgenommen sind Gäste, die über einen negativen ärztlich attestierten Covid19-Test verfügen, der höchstens 48 Stunden vor Anreise erfolgt ist. Auf dem Campingplatz wird auf die Einhaltung des Abstandsgebots geachtet, der Zutritt gesteuert und beschränkt  sowie die Personendaten erfasst, die für vier Wochen gespeichert und dann gelöscht werden.

Eine weitere Neuerung: Weil es immer wieder  Ärger mit den jungen Gästen vom Jugendzeltplatz gab, ist dieser geschlossen worden. Es werde stattdessen ein zweiter Familienzeltplatz errichtet, so Grack.

Statt nach Mallorca zu fliegen, setzten sich die beiden Studenten Olli und Falko für insgesamt 620 Kilometer aufs Fahrrad. Von Frankfurt am Main bis Frankfurt (Oder) brauchten die jungen Männer vier Tage. "Wir ruhen uns jetzt erstmal aus, genießen Strand und See", sagt Olli aus seiner Hängematte heraus.

Auf dem Familienzeltplatz sind am Montag große Versorgungszelte aufgebaut,  die Betreuer der Naturfreundejugend Brandenburg stehen sich in zwei Reihen gegenüber, üben Spiele für die kommenden Tage ein. "Wir sind froh, dass wir unser Camp vom 1. bis 8. Juli mit insgesamt 15 Kindern veranstalten können", sagt Jugendbildungsreferent Robin Bels. Mit den neun- bis vierzehnjährigen werden die Betreuer Baden gehen, Radtouren machen, Rallys unternehmen und Insektenhotels bauen. "Wir finden 40 Euro für zwei Personen, Pavillon und Wohnmobil pro Nacht schon teuer", berichtet ein älteres Ehepaar aus Euskirchen. Das klare Wasser und die Landschaft finden sie dafür unbezahlbar.

Yoga-Wochenende im August

Derweil laufen die ersten Vorbereitungen für ein kommendes Event: "Mit großer Freude dürfen wir dir bekannt geben, dass vom 28. bis 30. August das Yoga United Weekend am wundervollen Helenesee stattfinden darf", schreiben die Veranstalter auf ihrer Internetseite. Praktizierten im Juni letzten Jahres über 1000 Teilnehmer zusammen diverse Yoga-Variationen, werde in zwei Monaten das Wochenende in kleinerer Form stattfinden.  Auf drei Floors soll es Musik, Konzerte und Klangreisen geben.

In diesem Jahr wird es ein besonders Event sein und die Tickets sind begrenzt, so die Veranstalter. Der Kartenvorverkauf laufe noch nicht.

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