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Gigafactory
Neues Fabrik-Design von Tesla in Grünheide - Unterlagen ab Donnerstag online

Brandenburg, Grünheide: Baukräne und Baumaschinen sind auf dem Gelände der künftigen Tesla Giga-Factory zu sehen. Der US-Elektroautobauer Tesla will in Grünheide (Oder-Spree) den Bau seiner Fabrik weiter voranbringen und hat geänderte Unterlagen eingereicht, die den Bürgern zugänglich gemacht werden sollen.
Brandenburg, Grünheide: Baukräne und Baumaschinen sind auf dem Gelände der künftigen Tesla Giga-Factory zu sehen. Der US-Elektroautobauer Tesla will in Grünheide (Oder-Spree) den Bau seiner Fabrik weiter voranbringen und hat geänderte Unterlagen eingereicht, die den Bürgern zugänglich gemacht werden sollen. © Foto: Patrick Pleul/dpa
Ina Matthes / 01.07.2020, 17:15 Uhr - Aktualisiert 02.07.2020, 11:09
Grünheide (MOZ) Die geänderten Bauunterlagen für die Gigafactory bei Grünheide sind ab Donnerstag öffentlich einsehbar.

Die Unterlagen liegen einen Monat lang in mehreren Gemeindeverwaltungen und Behörden öffentlich aus und sind überdies im Internet auf dem Portal für Umweltverträglichkeitsprüfungen den Länder abrufbar. Zu den Unterlagen mit mehreren hundert Seiten zählt ein hydrologisches Gutachten. Im Netz abrufbar ist dieses Mal auch nicht nur die Umweltverträglichkeitsprüfungen, sondern die gesamten Unterlagen.

Neues Design der Fabrik

Tesla plant ein verändertes Design der Fabrik, die statt zwei Etagen weitgehend nur eine haben wird. Zu den primären Fertigungsbereichen zählen das Presswerk, die Gießerei, die Karosseriefertigung, die Lackiererei, die Fertigung des Antriebs, die Sitzfertigung und die Endmontage. Die Fertigung des Antriebs wird in ein separates Gebäude verlegt, die Fertigung von Batteriepacks entfällt, Pfahlgründungen sind vorgesehen für Teile der Gebäude. Von Pfahlgründungen war im ersten Antrag noch nicht die Rede. 

500.000 Autos pro Jahr

Den Wasserverbrauch will Tesla auf 233 Kubikmeter pro Stunde in der Spitze senken – nach den ersten Planungen war das ein Drittel mehr. Davon sollen 151 Kubikmeter pro Stunde als Abwasser abgeleitet werden – auch hier ist eine höhere Wasserrecyclingquote geplant. Das Werk soll mit Elektroenergie und Erdgas versorgt werden. Der Autobauer geht bei einer Maximalproduktion von 500.000 Autos im Jahr von bis zu 1257 Lkw pro Tag aus, die an- und abliefern. Ihre Zahl soll durch einen betriebseigenen Bahnhof später reduziert werden.

Öffentliche Erörterung der Pläne

Für die Unterlagen gibt es auch einen Termin für die öffentliche Erörterung der Pläne – sie soll am 23. September in Erkner stattfinden. Die erneute Auslegung war notwendig geworden, weil Tesla die Pläne verändert hat. So erhält die Fabrik auch eine Werkfeuerwehr, die Kunststoff- und Batteriefertigung entfallen und die Gießerei soll ihre Kapazität.

Mehr Wald roden

Tesla will überdies mehr Wald fällen. Die Gesamtfläche der Waldumwandlung solle von 154 Hektar auf 193 Hektar erhöht werden, heißt es. Bis zum 2. September können Einwendungen zu den Änderungen eingereicht werden. Wie das Landesamt für Umwelt mitteilte, werden in Absprache mit Tesla alle eingereichten Unterlagen öffentlich sein.

Tesla treibt indes den Bau voran. Der Autobauer hat einen weiteren Antrag auf Zulassung vorzeitigen Maßnahmebeginns für Teile des Rohbaus eingereicht. Zurückgezogen wurde hingegen einen Antrag für weitere rund 109 Testrammungen für Pfahlgründungen.

Alles rundum das Thema Gigafactory-Bau von Tesla finden Sie auf unserer Themenseite. 

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