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Top Gun
Der Aufstieg des Tom Cruise

Top Gun
Top Gun © Foto: Paramount
Stefan Klug / 01.07.2020, 16:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Am Steuerknüppel seiner F14 kann Pete Mitchell alles. Ob der junge Mann, der auf den Codenamen Maverick hört, aber zu den besten Piloten der Navy gehört, muss sich erst noch zeigen.

Zusammen mit seinem Co-Piloten Goose wird er zurUnited States Navy Fighter Weapons School in der Nähe von San Diego abkommandiert. Hier, an der sogenannten Top Gun Academy, soll sich die echte Elite beweisen. Maverick will diesen Lehrgang als bester abschließen. Sein größter Konkurrent Tom "Iceman" Kazanski ebenso. Diese Rivalität lässt den begabten Piloten Maverick immer wieder Grenzen überschreiten, was bei anderen den Eindruck verfestigt, dass Mitchell mitnichten reif für ganz große Aufgaben ist.

Herrje, Top Gun, das Video zu "Take My Breath Away" - Tom Cruise und Kelly McGillis fahren auf dem Motorrad in den Sonnenuntergang... Mal abgesehen vom Oscar für den besten Originalsong ist allein schon der Score von Harold Faltermeyer es wert, sich der Streifen von 1986 noch einmal anzuschauen. Nun, da er rekonstruiert auf UHD erschienen ist, erst recht. Denn neben der Musik und dem Sound von Nachbrennern, fetten Bikes und reichlich orignärem Funkverkehr erfreut auch das Bild den Zuschauer von heute. Ein wenig Korn, mal eine leichte Unschärfe, aber sonst: sehr gute Farbsättigung, grandiose Bewegungsschärfen, toller Kontrast, sattes Schwarz - dem Bild sieht man auf keinem Fall die rund 35 Jahre an. Und es hat nichts vom matschigen Farbbrei des seinerzeit aufkommenden Videozeitalters.

Inhaltlich allerdings sollte man kompromissbereit sein. Denn Top Gun ist aus heutiger Sicht politisch vollkommen unkorrekt. Feministinnen, Pazifisten und Umweltschützer haben hier die Möglichkeit, größtmögliche Toleranz zu beweisen. Der junge Tom Cruise - vor allem in der ersten halben Stunde - mit fast unerträglichem Dauergrinsen, dazu ein Schürzenjäger vor dem Herrn. Die dunkelgrauen Schwaden verbrannten Kerosins hat man sicher auch schon in den80ern deutlich bemerkt und nicht zuletzt lässt die Bruckheimer-Produktion die Airforce und Navy-Flieger hochleben. Dazu steht der Feind an gewohnter Stelle - im Osten und bekommt sein Fett weg. Wer das alles nimmt, wie es ist, sollte reichlich Freude an der inhaltlich unterhaltsamen und technisch sehr gelungenen Zeitreise ins wilde Jahrzehnt haben.

Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 110 Minuten; Verleih: Paramount; Regie:Tony Scott; Tom Cruise, Tim Robbins, Kelly McGillis; USA 1986

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