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Wegeleitsystem
Neue Beschilderung gibt Touristen im Barnim Orientierung

Olav Schröder / 03.07.2020, 05:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Barnim ist jetzt fast flächendeckend mit Dreiecks-Infotafeln vernetzt. Aktuell werden 54 der charakteristischen Aufsteller in den Kommunen der Ämter Biesenthal-Barnim und Britz-Chorin-Oderberg, in der Gemeinde Schorfheide sowie in Teilen der Stadt Eberswalde aufgestellt. Sie informieren über Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten, Rad- und Wanderwege sowie über die Geschichte. Zusammen mit anderen Informationssystemen wie der Radwegausschilderung sollen sie Ausflügler, hinzugezogene Bürger und Einheimische durch die Landschaft führen.

2008 wurden in der Barnimer Feldmark die ersten Dreiecksaufsteller installiert. Der Bereich Werneuchen, Blumberg und Börnicke machte den Anfang, später folgten Birkholz, Birkenhöhe und Bernau sowie das Amt Joachimsthal (Schorfheide). Als ein "Modell für den Barnim" habe Carsten Bockhardt, der frühere Barnimer Vize-Landrat, die ersten Anlaufpunkte im südlichen Barnim damals bezeichnet, erinnerte Regionalmanager Torsten Jeran von der Lokalen Aktionsgruppe Barnim. Inzwischen sind sie abgesehen von der Gemeinde Wandlitz bis hinauf an die Kreisgrenze zur Uckermark zu finden.

Die Aufstellung der 54 Dreieckstafeln erfolgt nach demselben Prinzip unter Mitwirkung der beteiligten Kommunen, wie der Biesenthal-Barnimer Amtsdirektor André Nedlin erläutert. Die 175 000 Euro für die neuen Anlaufpunkte wurden zu 75 Prozent vom Landesamt für Ländliche Entwicklung aus dem LEADER-Programm gefördert. 20 000 Euro stammen aus dem Barnimer Kreisentwicklungsbudget für dieKommunen.

Das Erscheinungsbild der Dreiecksaufsteller ist stets gleich gehalten. Die erste stets blaue Tafel bietet einen Übersichtskarte der Kreisregion mit Ausflugszielen sowie den wichtigen Wander- und Radwegen wie beispielsweise den 66-Seen-Weg. Auch der Schorfheider Radwanderweg, der gerade in die Vermarktung geht, ist bereits verzeichnet, freut sich Schorfheides Bürgermeister Wilhelm Westerkamp.

Die zweite Tafel in Grün stellt den jeweiligen Ort auch im Hinblick auf die Geschichte vor. Die dritte Tafel – immer orange unterlegt – ist den Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten – stets in Text und Bild – vorbehalten.

"Um die Tafeln zu gestalten", so André Nedlin, "haben die Ortschronisten, Feuerwehrleute und viele andere ehrenamtliche Zuarbeiten geleistet. Für den Biesenthaler Aufsteller steuerte beispielsweise Ortschronistin Gertrud Poppe über 100 Jahre alte Fotos aus ihrem umfangreichen Archiv bei.

Identifikation inbegriffen

Gerade weil die Tafeln in vielen verschiedenen Orten stehen, sollen sie mit ihrer einheitlichen Gestaltung und, der Verwendung von Logos für einen hohen Wiedererkennungswert sorgen, erläutern die Gestalter Ronald und Jürgen Mädler aus Spremberg. Seit 2008 wurde das Konzept aber auch überarbeitet. QR-Codes kamen hinzu, Englisch hat sich als Zweitsprache bewährt.

14 der 54 Tafeln stehen bereits, zum Beispiel am Bahnhof in Biesenthal, in Grüntal oder Sophienstädt. Dort wurden sie schon von Ausflügler umlagert, als noch die Schutzfolien entfernt wurden. "Wer unterwegs ist, möchte sich nicht nur digital informieren. Er möchte auch einmal einen Plan ansehen", sagt Torsten Jeran. Und in Gesprächen mit Anwohnern habe man festgestellt, dass die Tafeln auch zur Identifikation mit dem Ort beitragen.

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