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Aderluch
Straßennamen in Oranienburg - Heftige Kritik an Kulturministerin

Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt spricht nach der Kritik von Kulturministerin Manja Schüle (SPD) von "Abgeordnetenschelte".
Die CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt spricht nach der Kritik von Kulturministerin Manja Schüle (SPD) von "Abgeordnetenschelte". © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 06.07.2020, 17:27 Uhr - Aktualisiert 06.07.2020, 20:01
Oranienburg (MOZ) Die Kritik von Kulturministerin  Manja Schüle (SPD) am Beschluss der Stadtverordneten zur Benennung von Straßen im Neubaugebiet am Aderluch hat zu heftigen Reaktionen geführt. Der ehemalige Landtagsvizepräsident und Vorsitzende der Union der Opfer Kommunistischer Gewaltherrschaft, Dieter Dombrowski, warf Schüle vor, Opfer gegeneinander auszuspielen. Dem schloss sich die Oranienburger CDU-Landtagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt am Montag an: "Es gibt keine Opfer zweiter Klasse."

Manja Schüle hatte den Beschluss als unwürdig bezeichnet und eine neue Entscheidung "dringend empfohlen". Denn es komme zu einer unzulässigen Gleichsetzung von KZ und sowjetischem Speziallager, indem beide Opfergruppen bei der Straßenbenennung berücksichtigt werden. Es gelte jedoch, auf dem Gelände eines ehemaligen KZ-Außenlagers "an die Menschen zu erinnern, die im KZ Sachsenhausen gelitten haben".

Nicole Walter-Mundt macht aus der Kritik am Beschluss nun eine "Abgeordnetenschelte". "Ich empfehle Manja Schüle, das demokratische Votum der Stadtverordneten zur Benennung einfach zur Kenntnis zu nehmen. Einen neuen Beschluss wird es mit der CDU jedenfalls nicht geben", so Nicole Walter-Mundt. Sie warf der Ministerin vor, Opfergruppen gegeneinander auszuspielen. Gräueltaten der Kommunisten in Oranienburg dürften nicht "totgeschwiegen" werden.

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