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Treffpunkt
Soziales Zentrum Haltestelle – Eisenhüttenstadts Adresse bei Problemen aller Art

Beratung: Ute Brodag, Leiterin der Haltestelle, steht vor einem Bild, das ein Klient aus Dank für die Hilfe gemalt hat.
Beratung: Ute Brodag, Leiterin der Haltestelle, steht vor einem Bild, das ein Klient aus Dank für die Hilfe gemalt hat. © Foto: Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 08.07.2020, 19:01 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Seit 2013 gibt es das Soziale Zentrum Haltestelle in Eisenhüttenstadt, zunächst in Räumen in der Oderlandstraße, inzwischen in einem ehemaligen Ladengeschäft in der Friedrich-Engels-Straße.  Dort erwarten die Rat- und Hilfesuchenden helle und freundliche Räume, vor allem aber ein umfangreiches Hilfsangebot.

"Der Standort in der Oderlandstraße war ungünstig gelegen und für viele schwer zu finden", sagt Ute Brodag. Seit fünf Jahren arbeitet sie für den Verein Bumerang, der die Haltestelle betreibt. Als sie vor zwei Jahren die Leitung des Sozialen Zentrum übernommen hat, hat sie sich um neue Räumlichkeiten bemüht, wurde mit Hilfe der Gebäudewirtschaft fündig. Der neue Standort in der Friedrich-Engels-Straße 25 sei zentral gelegen und für Fußgänger gut zu erreichen, sagt die Leiterin. "Die Außenfassade wurde bunt und einladend gestaltet."

Die Haltestelle bietet ein vielfältiges Angebot. Vorweg betont Ute Brodag, dass das kostenlos und anonym sei. "Die Menschen kommen mit den unterschiedlichsten Problemen zu mir", sagt sie. Das reicht von der Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, über das Erklären von Bescheiden, Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden. "Es gibt Menschen, die ängstlich und verunsichert sind und Probleme mit Behörden haben. Ich begleite sie zu Gesprächsterminen und stehe ihnen zur Seite", nennt Ute Brodag eines der Hilfsangebote. Auch Menschen können auf ihre Unterstützung zählen, die durch Krankheit oder psychische Beeinträchtigung sich nicht um ihre Angelegenheiten kümmern können. Sie kann auf ein breites Netzwerk zurückgreifen, wo sie Hilfesuchende weitervermitteln kann, etwa zur Schuldnerberatung oder zum sozialpsychatrischen Dienst.

Lösungen aufzeigen

Ute Brodag umschreibt ihre Arbeit so: "Meine Aufgabe ist es, die Situation zu analysieren, den Hilfebedarf zu klären, ein Ziel zu erarbeiten und Lösungen aufzuzeigen, dabei zu unterstützen und zu begleiten." Dabei kommen die Menschen aus unterschiedlichsten Motiven zu ihr, weil sie den Arbeitsplatz verloren haben, die Ehe in die Brüche ging. Ute Brodag erzählt zum Beispiel auch von ehemaligen Selbstständigen, die von der Schuldenlast erdrückt werden.

Neben der umfangreichen Beratungstätigkeit gibt es einmal wöchentlich, jeweils mittwochs, den Begegnungstreff, für Menschen, die arbeitslos sind und alleine leben. Eine weitere Mitarbeiterin bietet in den Räumen einen Migrationsfachberatung an. Darüber hinaus ist an dem Standort das Projekt Zebu (Zukunftsorientierte Eingliederung durch begleitete Unterstützung angesiedelt.

Kontakt unter Tel. 03364 7736510

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