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Natur
Solidarische Landwirtschaft auf dem Stolper Feld geplant

Studentin Elisabeth Krämer ist Sprecherin der Gruppe, die auf dem Stolper Feld eine solidarische Landwirtschaft sowie intakte Biotope aufbauen möchte. Ein erster Erfolg ist der Blühstreifen an den Feldrändern. Er wurde von den Stadtgütern angelegt.
Studentin Elisabeth Krämer ist Sprecherin der Gruppe, die auf dem Stolper Feld eine solidarische Landwirtschaft sowie intakte Biotope aufbauen möchte. Ein erster Erfolg ist der Blühstreifen an den Feldrändern. Er wurde von den Stadtgütern angelegt. © Foto: Jürgen Liebezeit
Jürgen Liebezeit / 09.07.2020, 19:09 Uhr
Stolpe (MOZ) Großes vor haben die Interessengemeinschaft Stolper Feld und eine Studentengruppe der Technischen Universität Berlin mit den landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Hohen Neuendorf und Frohnau. Das Areal soll nachhaltig verändert werden. Ziel ist es, eine größere Artenvielfalt und einen vitalen Boden zu erreichen. Auf zehn Hektar sollen zunächst Flächen für mehr Biodiversität sowie für eine solidarische Landwirtschaft genutzt werden. Die Verhandlungen mit den Berliner Stadtgütern und den Pächtern der Flächen laufen bereits.

Eine Studentengruppe um Professor Martin Kaupenjohann vom Ökologischen Institut der Technischen Universität Berlin (TU) beschäftigt sich unter dem Titel "Große Transformation – Energie-Mais-Monokultur wird zu Solidarischer Landwirtschaft und Biodiversitätshotspot" seit gut einem Jahr mit dem Stolper Feld. Eigentlich läuft das Projekt nach zwei Semestern derzeit aus. Doch die Studenten wollen weitermachen. Sie arbeiten derzeit einen Businessplan für die solidarische Landwirtschaft aus. Motiviert sind sie bis in die Haarspitzen. "Wir haben bei einer Umfrage rund um das Stolper Feld überwiegend positives Feedback erhalten", sagt Studentin Elisabeth Krämer. Viele der mehr als 800 Befragten in Frohnau und Hohen Neuendorf hätten auch Interesse an einer Mitarbeit oder zumindest an Produkten aus dem alternativen Gemüseanbau in Stolpe signalisiert. Angebaut werden sollen unter anderem Gemüse aus der Region. "Wir sind guter Dinge" sagt Professor Martin Kampenjohann nach vielversprechenden Gesprächen mit den Pächtern. Hans Arts, Geschäftsführer der Stadtgüter Berlin Nord KG bestätigte auf Anfrage, dass sein Unternehmen derzeit prüft, ob die TU die zehn Hektar pachten kann.

In der IG Stolper Feld, die die Frohnauerin Kathrin Schlegel 2019 ins Leben gerufen hat, sind inzwischen 70 Mitglieder. Langfristiges Ziel der Gruppe ist es, die gesamten 130 Hektar in ein ökologisches Naturparadies zu verwandeln.

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