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Zoll
Viel Schwarzarbeit auf Baustellen in Frankfurt (Oder)

Beamte der Zolleinheit Finanzkontrolle Schwarzarbeit werden auf Baustellen in Frankfurt (Oder) oft fündig.
Beamte der Zolleinheit Finanzkontrolle Schwarzarbeit werden auf Baustellen in Frankfurt (Oder) oft fündig. © Foto: IG Bau
MOZ / 02.08.2020, 19:00 Uhr - Aktualisiert 03.08.2020, 07:22
Frankfurt (Oder) (MOZ) Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Lohn-Prellerei in der Baubranche haben in der Region einen Millionenschaden verursacht. Das teilt die Gewerkschaft IG BAU mit und beruft sich auf eine aktuelle Auswertung des Bundesfinanzministeriums. Danach kontrollierten Beamte des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder) im vergangenen Jahr insgesamt 157 Baufirmen in der Region und leiteten 259 Ermittlungsverfahren ein.

Wegen illegaler Praktiken in der Branche entgingen dem Staat und den Sozialkassen 3,4 Millionen Euro. IG BAU-Bezirkschefin Astrid Gehrke spricht von einem "erschreckenden Ausmaß krimineller Energie". Hier stehe das Image einer ganzen Branche auf dem Spiel. "Sauber wirtschaftende Firmen dürfen nicht wegschauen, wenn sich Konkurrenten nicht an die Regeln halten. Gerade die Coronakrise hat ja gezeigt, wie wichtig die Bauwirtschaft als Stütze der Konjunktur auch in der Region ist", so die IG BAU Oderland.

Das beste Mittel gegen unerlaubte Geschäfte am Bau sei ein fairer Wettbewerb zu fairen Löhnen und Arbeitsbedingungen, schreibt die Gewerkschaft.

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