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Reizvolle Verwicklungen

Stellt erstmalig in Eisenh³ttenstadt aus: Textilk³nstlerin Sabine Barber - hier mit ihrer "Treppe zum Erfolg" - hat dem Museum bereits 13 Kunstwerke geschenkt. Foto: GMD/Janet Neiser
Stellt erstmalig in Eisenh³ttenstadt aus: Textilk³nstlerin Sabine Barber - hier mit ihrer "Treppe zum Erfolg" - hat dem Museum bereits 13 Kunstwerke geschenkt. Foto: GMD/Janet Neiser © Foto:
JNEISERN / 18.01.2008, 08:00 Uhr
Eisenhüttenstadt Ein"Störfall", eine "Reise zu den Wurzeln", eine "Treppe zum Erfolg" sowie etliche bunte Verwicklungen und Verstrickungen sind ab Sonnabend in der Galerie des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt zu sehen. "Auf die Reihe und auf den Punkt gebracht" heißt die neue Ausstellung, die von der in Frankfurt (Oder) lebenden Künstlerin Sabine Barber und dem Bildhauer Roland Rother aus Wilmersdorf gestaltet wird. Sie zaubert Textilkunstwerke, er formt Plastiken.

"Das ist eine sehr schöne Kombination", findet Sabine Barber, die in dieser Woche etliche Stunden zur Vorbereitung im Museum verbracht hat. Sogar mit einem Bügeleisen rückte die 66-Jährige den Falten auf ihren Textilarbeiten zu Leibe. Schließlich soll alles perfekt sein für ihre erste Ausstellung in der Stahlstadt. Und die dürfte einige Skeptiker überraschen. Denn die ausgebildete Lehrerin beweist, dass Textilkunst nicht gleichzusetzen ist mit Stricken, Stopfen, Häkeln oder Nähen. "Klar, arbeite ich mit den Händen, aber was ich mache, ist keine Handarbeit im eigentlichen Sinne", sagt sie. "Ich verwende bestimmte Techniken und viele verschiedene Materialien - genauso wie ein Maler." Da kann es dann schon mal vorkommen, dass neben gestrickten Textilhäusern beispielsweise Röntgenbilder vom Zahnarzt, Blütenblätter, Mode-Etiketten oder Gewürze durch Nadel und Faden als Kunstwerk erblühen. "Letztlich geht es immer darum, eine Verbindung herzustellen", betont Sabine Barber, die sich von Farben und Formen aus Natur sowie von Alltagsszenen inspirieren lässt.

So groß wie ihr Ideenreichtum ist auch ihr Materialfundus. Hunderte Garnrollen, Stofffetzen, Knöpfe, Wollknäuel und Bildchen quellen daheim aus den Kartons in ihrem Arbeitszimmer. "Der Reiz für mich ist es, mich auszuprobieren", sagt Sabine Barber, die bereits auf Schloss Rheinsberg, in Müncheberg und in der Kleiststadt mit ihren Arbeiten für erstaunte und überraschte Gesichter gesorgt hat. Und der Reiz für den Betrachter liegt oftmals im Detail. So hat sie beispielsweise in ihre "Treppe zum Erfolg" etliche Stolperfallen eingebaut.

Treppenstufen - allerdings ohne Löcher - sind es auch, die der Besucher der Verkaufsausstellung nach unten gehen muss, um die Plastiken von Roland Rother zu begutachten. Figuren und Skulpturen aus Holz oder Bronze - mal lackiert, mal bemalt, mal naturbelassen. Auch hier erlebt das Auge eine interessante Wanderschaft.

"Auf die Reihe ...", Galerie des Städtischen Museums, Eröffnung Sa, 11 Uhr, Tel. 03364 2146

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