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Parade zum Nationalfeiertag krönt Mittelmeer-Gipfel

Frankreichs Prõsident Nicolas Sarkozy auf der Parade zum Nationalfeiertag. Foto: dpa
Frankreichs Prõsident Nicolas Sarkozy auf der Parade zum Nationalfeiertag. Foto: dpa © Foto:
14.07.2008, 14:05 Uhr
Paris Glanzvoller Abschluss des Mittelmeer-Gipfels für Präsident Nicolas Sarkozy am französischen Nationalfeiertag: Unter den Augen von drei Dutzend Staats- und Regierungschefs marschierten auf den Pariser Champs-Élysées am Montag gut 4000 Soldaten - begleitet von schwerem Kriegsgerät sowie 100 Kampfjets und Hubschraubern. Am Vortag hatten die Gipfelteilnehmer mit der Gründung der Mittelmeerunion neue Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten geweckt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) blieb zur spektakulären Show an der Seine.

Mehr als 40 Staaten aus Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten wollen mit der Mittelmeerunion ihre wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit stärken. Frankreich und Ägypten übernehmen zunächst den gemeinsamen Vorsitz des Bündnisses, das der 1995 in Barcelona begründeten Zusammenarbeit neuen Schwung geben soll.

Ein Höhepunkt der Parade war, als Maschinen der Luftwaffe am wolkenlosen Himmel das Blau-Weiß-Rot der französischen Trikolore malten. Fallschirmspringer landeten zum Abschluss punktgenau vor der Ehrentribüne - in den Händen die Europafahne und die Flaggen der Vereinten Nationen und Frankreichs. Die Feier galt besonders den im Mittelmeer eingesetzten UN-Friedenstruppen. Erstmals zog ein Blauhelm-Kontingent mit weißen UN-Panzern über den Pracht-Boulevard.

In der ersten Reihe der Tribüne hatten - neben Sarkozy - Ägyptens Präsident Husni Mubarak, UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der libanesische Präsident Michel Suleiman, Polens Staatschef Lech Kaczynski, EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering und EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso Platz genommen.

Symbolträchtig war die gemeinsame Anwesenheit des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, des israelischen Premierministers Ehud Olmert und des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas. Am Sonntag hatte Olmert nach einem Gespräch mit Abbas betont, der Frieden im Nahen Osten sei "noch nie so nah" gewesen.

Die Anwesenheit Al-Assads hatte in Frankreich heftige Kritik ausgelöst. Syrien wird beschuldigt, in einen Terroranschlag in Beirut verwickelt gewesen zu sein, bei dem 1983 insgesamt 58 französische Friedens-Soldaten ums Leben kamen. Alt-Präsident Jacques Chirac hatte wegen Al-Assad seine Teilnahme abgesagt. Der syrische Präsident saß in der ersten Reihe zwischen den Staatschefs von Finnland und Rumänien, Taria Halonen und Traian Basescu.

Der Nationalfeiertag erinnert an den "Sturm auf die Bastille", die zum Symbol der Französischen Revolution verklärte Eroberung des königlichen Gefängnisses in Paris durch Aufständische.

An der Seite ihres Ehemanns verfolgte auch Frankreichs Première Dame Carla Sarkozy das Spektakel. Am Nachmittag erwartete das Präsidentenpaar seine Gäste zur traditionellen Gartenparty im Élysée- Palast.

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