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Mastwurf und Ankerstich

Kreisbetrieb: Mit einem Mastwurf sicherten Steven Sprenge (3. v. r.) und Patrick Ruschke (l.) das Rohr an der Steckleiter. Foto: MOZ/Heike Stachowiak
Kreisbetrieb: Mit einem Mastwurf sicherten Steven Sprenge (3. v. r.) und Patrick Ruschke (l.) das Rohr an der Steckleiter. Foto: MOZ/Heike Stachowiak © Foto:
HSTACHOWIAKN / 21.07.2008, 08:46 Uhr
Brunow Früh übt sich, was ein Meister werden will. Das gilt auch für die Brandschützer im Amt Falkenberg-Höhe, vor allem für den Nachwuchs. Sieben Jugendfeuerwehren gibt es mittlerweile. Vertreter von sechs Wehren trafen sich am Sonnabend und Sonntag in Brunow - zum vierten Jugendlager. Unter fachlicher Anleitung konnten sich die Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 17 Jahren in der Gerätekunde schulen, Steckleitern zusammenbauen, Knoten binden und noch vieles mehr. Am Ende gab es für alle die Jugendflamme - das Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Dort, wo sonst die Volleyballer ihre Spiele austragen, oder die Musik zum Dorffest ertönt, hatten diesmal Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren des Amtes Falkenberg-Höhe ihre Zelte aufgebaut. 45 Kinder waren gekommen - nur der Nachwuchs aus Dannenberg fehlte. Die Sommerferien machten eine Teilnahme nicht möglich. Das tat der Stimmung auf dem Brunower Sportplatz aber keinen Abbruch.

Im Kreisbetrieb hatten die Jungs und Mädchen insgesamt sechs Stationen zu absolvieren. Dabei wurde ihnen nichts geschenkt. Wissen vermitteln, Kameradschaft pflegen - das war das Anliegen des mittlerweile vierten Jugendlagers der Jugendfeuerwehren des Amtes Falkenberg-Höhe.

So mussten sie beispielsweise Erste Hilfe leisten oder Fertigkeiten im Knoten binden unter Beweis stellen. Keine einfache Aufgabe für Anfänger, wie sich bei Paula Michalski (12) aus Brunow und Marie Huke aus Kruge-Gersdorf (11) herausstellte. Doch glücklicherweise standen solch erfahrene Hasen wie Hans Graczynski von der Freiwilligen Feuerwehr Freudenberg oder auch Amtsjugendwart Roy Gehrke mit nützlichen Tipps und Eselsbrücken zur Seite.

Roy Gehrke zeigte sich insgesamt mit dem Verlauf zufrieden und verfolgte aufmerksam das Geschehen an den Stationen. Neben Knoten binden wurde auch Wissen über die verschiedenen Geräte oder Dienstvorschriften vermittelt. Bei Felix Pezenburg von der Heckelberger Feuerwehr erfuhren z. B. Steven Sprenge, Lennert Pößnecker, Patrick Ruschke (alle drei Falkenberg), Johannes Köhler (Heckelberg) und Nathalie Behrend (Brunow) alles Wissenswerte über das "Leitern" - also über die verschiedenen Leitern, die im Notfall zur Rettung von Menschenleben zum Einsatz kommen, und deren ordnungsgemäßer Gebrauch. Ohne Jacke, Helm und Schutzhandschuhe durften die Nachwuchsbrandschützer jedoch nicht arbeiten. Vorschrift ist Vorschrift. Darauf achtete Felix Pezenburg wie mit Argusaugen. Sogar die langen Haare von Nathalie Behrend mussten in der Jacke verschwinden. Schritt für Schritt erklärte der junge Mann den Kleinen die Handhabung der Steckleiter. Für den einen war es absolutes Neuland, für den anderen schon geübte Praxis. Und immer wieder machte Felix Pezenburg den Jungs und Mädchen klar, dass man sich im Einsatz auf den anderen verlassen muss, Kameradschaft wichtig ist. Am Ende erhielten die von Mathias Lutter aus Wollenberg durch den Kreisbetrieb geführten Kinder für das "Leitern" sieben von möglichen zehn Punkten. Und so wie Patrick, Nathalie und Johannes mussten auch alle anderen der 45 Teilnehmer den Wissensparcours Station für Station absolvieren.

Zur Stärkung zwischendurch gab es einen ordentlichen Schlag aus der Gulaschkanone. Stephan Müller hatte Nudeln mit Tomatensoße zubereitet. Und am Abend gab es nicht nur ein tolles Lagerfeuer, sondern auch eine spannende Nachtwanderung. Als Anerkennung und Motivation durften sich zum Schluss alle über die Jugendflamme freuen - das Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Möglich wurde das Jugendlager dank der Unterstützung des Amtes Falkenberg-Höhe, der Gemeinde Heckelberg-Brunow sowie der Helfer, wie z. B. die Frauen von Brunow, die den Kindern am Sonntagmorgen Frühstücksbrötchen reichten.

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