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Floßbau am Werbellinsee stärkt das Gemeinschaftsgefühl

Stabile Konstruktion: Nur eines der drei selbstgebauten Floße kann den Wellen des Werbellinsees tatsächlich trotzen.
Stabile Konstruktion: Nur eines der drei selbstgebauten Floße kann den Wellen des Werbellinsees tatsächlich trotzen. © Foto: Judith Köhler
Judith Köhler / 28.05.2010, 07:52 Uhr
(In House) Eberswalde Am Ufer des Werbellinsees haben sich die Schüler der Klasse 7a der Goethe-Oberschule aus Eberswalde im Floßbau versucht. Innerhalb von 90 Minuten sollten sie in der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungstätte aus zehn Wasserkanistern, fünf Holzbrettern und jeder Menge Seil gemeinsam ein schwimmendes Gefährt konstruieren. Doch nicht das Ergebnis war entscheidend, sondern der gemeinschaftliche Weg dorthin.

Die Praxisklasse befindet sich vom 25. bis 29. Mai im Naturerlebnis- und Abenteuercamp des Bundes zum Schutz der Interessen der Jugend (BSIJ). Unter der Projektleitung von Hardy Lux erleben die Kinder eine ganz besondere Klassenfahrt, eine Art soziales Trainingslager. Das Konzept des Camps beruht auf drei Kernpunkten: Natur, Zeltlager und Erlebnispädagogik. „Schüler werden heute nur über ihre Leistung im Unterricht definiert. Hier lernen sie, zusammen als eine Lebensgemeinschaft zu fungieren und die Natur als einen Lernraum, weit weg vom Klassenzimmer zu nutzen“, erklärt Hardy Lux. Es gehe darum, den Schülern soziale Kompetenzen anzueignen.

Die Schüler müssen in kleinen Gruppen unterschiedliche Aufgaben bewältigen, lernen sich und ihre Mitschüler besser kennen, schulen ihre Teamfähigkeit. Was genau die Kinder erwartet, legen sie selbst fest.

Und das Konzept geht auf: Ernest Hobohm, Schulleiter der Goethe- Oberschule, weiß zu berichten: „Nach dem Aufenthalt in diesen Camps sind die Klassen geschlossener und der Zusammenhalt ist größer“. Das ist wohl der Grund, weshalb der BSIJ und die Oberschule schon seit acht Jahren zusammenarbeiten.

Auch Andrea Zimmermann, Lehrerin und Verantwortliche des Comenius-Projektes an der Oberschule, ist ein großes Fan des Camps. Das Comenius-Projekt fördert die Zusammenarbeit aller Schulstufen und -formen innerhalb der EU. Aus diesem Grund wurden Delegierte der Partnerschulen Hammergaardskolen Herlev in Dänemark und der Mattlidens Skola Espoo in Finnland, ins Camp eingeladen. Die Gäste zeigten sich begeistert. Eine mögliche Zusammenarbeit auf dem erlebnispädagogischen Gebiet wird von beiden Seiten angestrebt.

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