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Mit gutem Beispiel voran

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: MOZ/Gerd Markert
Mathias Hausding / 29.06.2015, 19:14 Uhr
(MOZ) Es war im Jahre 2000, als Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe einräumte, dass er das Potenzial rechter Gewalt in Brandenburg völlig unterschätzt hatte, ja, es lange Zeit regelrecht nicht wahrhaben wollte. Ein für viele Opfer zu spätes Eingeständnis des eigenen Scheiterns war das, aber immerhin auch die Wende zum Besseren.

Seitdem wird sehr genau hingeschaut. Politik, Polizei, Justiz und Zivilgesellschaft leisten zum einen Präventionsarbeit, in dem sie Brandenburg als weltoffen und tolerant definieren und Abweichungen von dieser Linie offen anprangern. So machen sie Demokraten Mut und drängen Rassisten in die Defensive. Außerdem wird bei Straftaten und Prozessen detailliert untersucht, was hinter einer Attacke stecken könnte. Sachsen und Sachsen-Anhalt beispielsweise liefern leider bis heute immer wieder Beispiele, dass dies nicht selbstverständlich ist, sondern eine bewusste Entscheidung der handelnden Akteure.

Im Interesse der Bürger dieser Ländern ist zu hoffen, dass Brandenburgs Ansatz Schule macht. Eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rechten Schlägern ist ein Standortvorteil.

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bohei 30.06.2015 - 17:11:23

Mit gutem Beispiel voran

Mmmmh, mit gutem Beispiel vorangehen muss die Gesellschaft insgesamt, insbesondere die Politik.jegliche Form von Gewalt ist falsch, ob sie nun von rechts kommt, von links, oben oder unten. Solche Auswüchse in der gesellschaft entstehen nur, wenn die Politik über Jahre etwas falsch gemacht hat. Wenn man seine Kultur, seine Kinder und Jugendlichen, seine Familien vernachlässigt, was erwartet die Gesellschaft und die Politik dann? Wenn unsere Spitzenbundespolitiker aber auch Landespolitiker sich regelmäßig ihre Diäten erhöhen wenn ihnen mal wieder danach ist, wenn sie in der Welt herumreisen und mit Millionen deutscher Steuergelder herumwerfen ohne jegliche Kontrolle, wenn sie vergessen das Volk zu fragen, wenn es um ihre Geschicke geht (siehe Euro) - was erwarten sie vom einfachen Bürger, von einseitig gebildeten Kindern und Jugendlichen, was? Hass und Gewalt entsteht dort, wo Politik versagt. Die Politik insbesondere in Brandenburg hat in vielen Bereichen kläglich versagt. Da muss man auch nicht die Schuld in rechten oder linken Meinungen suchen. Wer Wind säht, wird Sturm ernten. Es ist nur schade, dass es immer erst zu Auswüchsen kommen muss, bevor man sich Gedanken macht. Falsch ist auch, dass ständige Lamentieren in den Medien, alles was den Anschein von "rechter" Gesinnung hat, sind Nazis. Das es aber vielleicht noch Menschen mit Nationalstolz gibt, mit einer engen Verbindung zu deutscher Kultur, dass wird ausgeschlossen. Statt dessen wird grüne Phantasiepolitik wiedergegeben, die deutsche Staatsbürgerschaft auf Grund ihrer Geschichte abzuschaffen und gegen eine Eurostaatsbürgerschaft auszutauschen. Klingt fast wie zu Zeiten kommunistischer Spinnerei, alle Menschen im Gehirn bzw. Bewußtsein gleichzuschalten. Demokratie zu leben heisst auch anzuerkennen, dass es Menschen mit anderen Vorstellungen und Anschauungen gibt. Wenn uns das gelingt, sind wir auf einem guten Weg!

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