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Treffen mit Folgen für Nachbarschaft

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Doris Steinkraus / 12.06.2010, 07:03 Uhr
Trebnitz (In House) Seit zehn Jahren gibt es das Deutsch-Polnische Jugendforum. Jedes Jahr treffen sich 70 bis 80 Lehrer und Multiplikatoren aus Deutschland und Polen, tauschen Erfahrungen zur Jugendberufshilfe aus und reden über Möglichkeiten des Jugendaustauschs. Zum Jubiläum lobte Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) die Arbeit, die in ganz Deutschland ohne Beispiel sei.

Mit dem Erfolg des Jugendforums hätten seine Gründer nicht gerechnet, bekannte Bildungsminister Holger Rupprecht, der zur Festveranstaltung am Donnerstagabend ins Schloss Trebnitz gekommen war. Die Einrichtung mit ihrem unverwechselbaren deutsch-polnischen Profil sei heute der Garant für das erfolgreiche Gelingen des Jugendforums.

Was Grzegorz Tomczak, Vizelandrat des Kreises Gorzow, dick unterstrich. Mit dem EU-Beitritt Polens habe man eine neue Qualität erreicht. Trebnitz ist heute offiziell Jugendbildungsstätte auch ezdes Landkreises Gorzow – eine in Deutschland einmalige Konstellation. Er schätze vor allem die Arbeit des Trebnitzer Vereinsvorsitzenden Christoph Berendt und des Bildungsreferenten Darius Müller.

In Trebnitz ist vieles längst professionell organisiert. Die Vertreter der Berufsbildung können in Simultanübersetzung allen Vorträgen lauschen. Es geht um Formen der Berufsbildung, um Erfahrungen bei Treffen mit deutschen und polnischen Jugendlichen der Berufsbildungseinrichtungen nicht nur in Trebnitz, sondern weit darüber hinaus. Was bei diesen Treffen für Verständigung und Toleranz geleistet wird, schaffe kein Appell von Politikern, waren sich 75 Teilnehmer des diesjährigen Forums einig. Im Ergebnis der Jugendforen in Trebnitz starten landesweit immer wieder neue Projekte, bei denen vor allem junge Erwachsene der Berufsbildung einander näher kommen, ob bei Sport-, Kultur- oder Bildungsveranstaltungen.

Lutz Amsel, Vize-Landrat von Märkisch-Oderland, würdigte die Arbeit, die seit Jahren in Trebnitz geleistet wird. Das deutsch-polnische Verhältnis sei bis heute geschichtlich belastet. Es sei ermutigend zu erleben, wie junge Leute bei den internationalen Treffen miteinander umgehen, gegenseitig Vorurteile abbauen und in ihrer Heimatregion als Multiplikatoren für eine gute Nachbarschaft wirken, das sei beispielhaft.

Wie unkompliziert Deutsche und Polen miteinander umgehen, das zeigte die Werkstattpräsentation von Reineke Fuchs, ein von der Euroregion gefördertes Theaterprojekt von Künstlern des Theaters Gorzow und „Die dramatische Handlung Oder“. Die Musik schrieb Sebastian Undisz aus Neufriedland. Er begleitet das Stück. Am 2. Juli ist Premiere in der Festung Küstrin. Am 23. Juli wird es beim Inselfestival in Frankfurt (Oder) gezeigt. Die abendliche Werkstattprobe auf dem Theaterboden des Schlosses war das I-Tüpfelchen der Jubiläumsveranstaltung, die mit einem Feuerwerk im Park endete.

1994 wurde erstmals vom Landesjugendamt und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) Frankfurt (Oder) und Slubice ein Jugendforum organisiert. Es widmete sich allgemein dem Jugendaustausch. Seit 1995 findet es im Schloss Trebnitz statt, wird mit der Begegnungsstätte in Kooperation mit dem DPJW, dem Landesjugendamt und einer aus Trägern der Jugendberufshilfe bestehenden Vorbereitungsgruppe durchgeführt. Seit 2000 konzentriert es sich auf den Bereich Berufshilfe.

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