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Tram-Gutachten wird vergeben

Annette Herold / 16.06.2010, 08:51 Uhr
Frankfurt (In House) Der Auftrag für eine Studie zum grenzüberschreitenden Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) soll bis Ende Juni vergeben werden. Intern sei die Auswahl bereits abgeschlossen, nun müsse noch der Vertrag unterschrieben werden, sagte Wirtschaftsamtsleiter Andreas Rein. Im Rennen waren nach seinen Worten zuletzt noch drei Ingenieurbüros, die jeweils Beziehungen nach Polen unterhalten. Die Unternehmen hatten Mitte Mai ihre Angebote in Frankfurt präsentiert.

Mit der von der Stadt Frankfurt in Partnerschaft mit Slubice ausgeschriebenen Studie sollen ein technisches Konzept, ein Verkehrskonzept und ein Betriebskonzept für den grenzüberschreitenden ÖPNV vorgelegt werden. Gefordert werden außerdem eine Untersuchung der wirtschaftlichen Machbarkeit, ein Konzept zu den Auswirkungen auf die gesamte Stadtentwicklung, ein Konzept zur Vorhabensabsicherung sowie ein Kommunikationskonzept.

Parallel arbeitet bei der Stadt ein Arbeitskreis Recht, dem neben Vertretern des Frankfurter Rathauses und der Slubicer Verwaltung ein Wirtschaftsprüfer und zwei Rechtswissenschaftler angehören. Es sei noch eine Vielzahl juristischer Fragen zu klären, sagte Giesela Schmidt, bei der Stadtverwaltung für die Nahverkehrsplanung zuständig. Mit dem grenzüberschreitenden Projekt seien unter anderem das Arbeits-, das Verkehrs-, das Umwelt- und das Steuerrecht berührt.

Die Stadtverordnetenversammlungen von Frankfurt und Slubice hatten Ende April mit einem Beschluss den Weg für die Untersuchung freigemacht. Die Kosten sind auf 180 000 Euro veranschlagt; Frankfurt übernimmt zwei Drittel und Slubice ein Drittel. Nach Angaben der Verwaltung ist eine Förderung möglich, sollte die Linie tatsächlich zustande kommen. Neben der Verbindung über die Oder soll mit der Studie auch untersucht werden, wie eine Trasse über Hansa Nord zum Spitzkrug verlaufen könnte.

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Roland Totzauer 17.06.2010 - 15:01:04

Reaktion auf "S.K. aus Ffo"

Werter Herr S.K, Sie schreiben: "grundsätzlich ist gegen einen nahverkehr ja nichts ein zu wenden. aber es muss doch keine tram sein! reicht nicht eine buslinie aus?" Leider sind Sie nicht auf der Höhe der Politikerzeit, denn am 06. November 2009 meldete die MÄRKISCHE ODERZEITUNG: "Slubice lehnt Bus ab Die Slubicer Stadtverwaltung lehnt zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Einrichtung einer grenzüberschreitenden Buslinie ab. Über ein entsprechendes Schreiben informierte Oberbürgermeister Martin Patzelt die Stadtverordneten. Die polnischen Nachbarn begründen ihre Vorbehalte mit sachlichen Erwägungen, heißt es. Das vorhandene Straßennetz - beispielsweise der Radius bei Straßen - würde nicht die Voraussetzungen für die Befahrbarkeit durch Busse bieten. Es müssten auch neue Haltestellen eingerichtet werden. Um die Infrastruktur für den Busverkehr in Slubice einzurichten, bedarf es laut Angaben der Slubicer Stadtverwaltung einer Investition in Höhe von ein bis zwei Millionen Zloty. " Zwar haben die Studenten mit ihren beiden ASTA-Bus-Aktionen bewiesen, dass die aktuelle Straßensituation in Slubice ausreicht, aber der Slubicer Bürgermeister lehnt den Bus eben ab - Basta! Da er sich so kompromisslos verhält, muss man ihm ebenso kompromisslos begegnen: Deshalb - kein Bus und keine Bahn nach Slubice! Weitere Argumente gegen den ÖPNV über die Oder finden Sie auf meiner Homepage.

s.k. aus ffo 17.06.2010 - 12:53:09

tram hontra busverkehr oder busverkehr kontra tram

grundsätzlich ist gegen einen nahverkehr ja nichts ein zu wenden. aber es muss doch keine tram sein! reicht nicht eine buslinie aus? und jetzt will man den mündigen bürger auch noch für dumm verkaufen, in dem man ihm sagt "es werde ja noch u.a. eine strecke in richtung spitzkrug mit einfließen." um von der eigentlichen strategie ab zu lenken. ich gebe den herrn philipps da völlig recht, haben wir keine anderen finanziellen problem in der stadt?

Novize 17.06.2010 - 10:48:03

60.000 Minus einen Kunden

Bitte richtig rechnen^^

Thomas Philipps 17.06.2010 - 07:50:56

Richtig fokussieren

Ob der Ausbau einer Straßenbahnlinie nach Slubice nun sinnvoll ist oder nicht und für wen sie letztendlich größere Vorteile bringt, ist für mich nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend ist für mich, dass es sicherlich wichtigere Projekte als die Straßenbahn in Frankfurt (Oder) gibt. Solange auf der Straße die Verwahrlosung nicht weniger Bürger unübersehbar ist und solange alte Schulgebäude dahinrotten und der Putz von den Wänden fällt, gibt es meiner Ansicht nach Wichtigeres als eine Tram!

Roland Totzauer 16.06.2010 - 23:53:14

20.000 Slubicer als Kunden gewonnen - 60.000 Frankfurter als Kunden an Slubice verloren

"Man sollte 20.000 potenzielle Kunden nicht einfach so "liegenlassen"." - dieses eindimensionale Betrachten ist wohl typisch für einen einäugigen Novizen. Während 20.000 Slubicer als potentielle Kunden gewonnen werden könnten, gehen gleichzeitig 60.000 Frankfurter als Kunden mit einer Tram an Slubice verloren. Ich sehe darin keinen Gewinn für Frankfurt, sondern einenVerlust? Gewinner wird nach Adam Ries allemal Slubice sein! Tolle Novizen-Rechnung ... Tolle Bilanz ... Herzlichen Glückwunsch!

Novize 16.06.2010 - 19:36:08

Eventuell einmal über den Tellerrand schauen

"sollte wieder ein volksentscheid statt finden, stimme ich erneut dagegen!" Ihr gutes Recht. Ich stimme nach wie vor dafür und begrüße eine Tramlinie über die Oder. Man sollte 20.000 potenzielle Kunden nicht einfach so "liegenlassen".

s.k. aus ffo 16.06.2010 - 17:20:43

verschwendung von steuergeldern

das alles hatten wir schon einmal, was am ende dabei heraus kam wissen wir wohl alle. also was soll jetzt diese verschwendung von steuergeldern? hier sollte man mal den "bund der steuerzahler" einschalten. oder noch besser, die medien und die ganze geschichte richtig öffentlich machen. sollte wieder ein volksentscheid statt finden, stimme ich erneut dagegen!

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