Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Woltersdorf hat jetzt viele Umleitungen

Voll gesperrt: In der Breitscheidstraße ist nur Platz für den Bagger, die Schienen sind schon rausFoto: MOZ/Ingolf Bunge
Voll gesperrt: In der Breitscheidstraße ist nur Platz für den Bagger, die Schienen sind schon rausFoto: MOZ/Ingolf Bunge © Foto: MOZ
Ingolf Bunge / 18.06.2010, 08:38 Uhr
Woltersdorf (In House) Außer auf der Ortsdurchfahrt Erkner–Rüdersdorf ist derzeit das Autofahren in Woltersdorf oft recht mühsam, was an den Gleisarbeiten der Straßenbahn liegt. Deshalb sind zwei wichtige Straßen voll gesperrt, und Umleitungen mehr schlecht als recht ausgeschildert. Bis 4. Juli sollen die Arbeiten dauern.

„Ich finde das alles sehr merkwürdig“, sagt Wolfgang Jacob der MOZ: Er könne nicht nachvollziehen, dass ihm bei der Gemeinde gesagt wird, alles sei ordentlich ausgeschildert. Wer aus Erkner kommend zum Woltersdorfer Krankenhaus will, müsse wohl „mit der Kirche ums Dorf“ fahren, sprich über Rüdersdorf zur Woltersdorfer Schleuse. Ortskundige hingegen nutzen die Interlaken- und Kalkseestraße. Deshalb stehen dort auch Halteverbotsschilder. „Wenn das so ist, kann man die Strecke auch ausschildern.“

Laut Ordnungsamtsmitarbeiter Ralph Utecht führt die offizielle Umleitung zur Schleusenstraße über Rüdersdorf. Für die zwischen Thälmannplatz und Herthastraße gesperrte Berliner Straße sei die Umleitung über Rüdersdorfer und Wilhelm-Tell-Straße ausgeschildert. „Das Problem ist nur: Jeder versucht, den kürzesten Weg zu fahren. Das ist nicht im Interesse der Anlieger, aber es sind öffentliche Straßen.“ Weil alle Ortskundigen so fahren, seien die Halteverbotsschilder in der Interlaken- und Kalkseestraße aufgestellt worden: „Damit die Autos nicht über den Fußweg fahren, muss es alle 200 Meter Ausweichbuchten geben.“ Die wurden Dienstag früh eingerichtet – „das funktioniert jetzt auch.“

Dennoch: Wer kann, meidet bestimmte Teile Woltersdorfs. „Viele Kunden scheuen die weitläufige, teilweise sehr unbequeme Umleitung, und das macht uns Sorgen in diesen schon nicht so leichten Zeiten“, sagt Katrin Richter von der Bäckerei Vetter in der Berliner Straße.

Im Bauausschuss am Mittwochabend äußerte hingegen Matthias Schultz (CDU) Sorgen um den Bestand der jetzt viel genutzten Interlakenstraße. Doch: „Die wird nicht zusammenbrechen. Sie ist schon zu DDR-Zeiten wie auch immer hergestellt worden und steht auch noch am 4. Juli“, meinte Bauamtsleiter Dietrich Joecks. Und wenn es mal regne, sei auch der Zunder raus, dass Woltersdorf im Staub versinkt. Derweil sagt Straßenbahn-Chefin Monika Viktor: „Wir liegen gut in der ´Zeit.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG