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Zwei Freunde träumen vom Sieg

Noch auf Augenhöhe: Heute Abend entscheidet sich, wem von den beiden Studenten Felix Heine und Sixto Hernández Barrios das Lachen nicht vergehen wird.
Noch auf Augenhöhe: Heute Abend entscheidet sich, wem von den beiden Studenten Felix Heine und Sixto Hernández Barrios das Lachen nicht vergehen wird. © Foto: Dietmar Horn/MOZ
JKRAUSE / 06.07.2010, 21:26 Uhr - Aktualisiert 07.07.2010, 13:45
Frankfurt (In House) Von Ulrike Kirsten und

Tina Zimmermann

Am Mittwochabend ist es endlich wieder so weit – dann schickt die deutsche Fußballnationalmannschaft hoffentlich Europameister Spanien nach Hause. In der von der MOZ präsentierten Frankfurter WM-Arena können Fußball-Fans wieder die Live-Übertragung aus Südafrika auf einer Großbildleinwand verfolgen. Bereits ab 17 Uhr gibt es im Zelt auf dem Schulhof neben dem Rathaus für die besten Torwandschützen tolle Preise. Der Stadtbote hat sich im Vorfeld des Spiels bei einem deutschen und einem spanischen Studenten der Viadrina über die Chancen ihrer Mannschaften umgehört. Beim Torwandschießen ging es zwischen Felix Heine und Sixto Fernández Barrios, die beide im Verbuendungshaus Fforst leben, unentschieden aus.

Sie leben in der gleichen Stadt, gehen auf die gleiche Universität, leben beide im gleichen Haus und verbringen als Freunde gemeinsam ihre Abende. Doch am Mittwochabend, wenn Deutschland im Halbfinale der Fußball-WM gegen Europameister Spanien antritt, drücken Felix Heine aus Eberswalde und Sixto Hernández Barrios aus dem spanischen Sevilla nur der eigenen Mannschaft die Daumen. „Deutschland wird 3:2 gewinnen. Natürlich in der regulären Spielzeit“, ist sich der 26-jährige Felix sicher, der seit Oktober in Frankfurt European Studies studiert. Mit Sixto ist er schon lange befreundet, im Verbuendungshaus Fforst verbringen die beiden viel Zeit miteinander.

Sixto, der die bisherigen Leistungen der deutschen Mannschaft durchaus anerkennt, ist hingegen überzeugt, dass die La Furia Roja (die rote Furie), wie sich die spanische Fußballnationalmannschaft seit dem überraschenden Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1920 nennt, überlegen siegt. „Felix, das wird nichts mit eurem Durchmarsch, die Spanier gewinnen“, verpasst er den Wünschen des deutschen Studenten einen verbalen Dämpfer. „Ich habe vergangene Nacht sogar von einem Sieg Spaniens gegen Deutschland geträumt“, ergänzt Sixto, der bis heute auch mit der deutschen Mannschaft gefiebert hat. Besonders über ihren Sieg gegen England hat er sich gefreut, erzählt der Geschichtsstudent aus Sevilla.

„Den deutschen Kapitän Philipp Lahm finde ich großartig“, erzählt der Spanier. Dem kann auch Felix nur zustimmen, wobei ihn die gesamte deutsche Elf beeindruckt. „Die Leistung der Mannschaft ist bewundernswert. Es macht unheimlich viel Spaß, den Deutschen zuzuschauen wie sie als Team auftreten. Löws Elf funktioniert einfach präzise wie ein Uhrwerk“.

Dass in der deutschen Mannschaft so viele Spieler mit unterschiedlichen Wurzeln zusammenspielen, gefällt dem Masterstudent besonders. „Das ist wie bei uns im Fforsthaus. Hier leben auch sehr viele Studenten mit unterschiedlichen Nationalitäten, und wir harmonieren alle sehr gut miteinander. Wir können uns eben aufeinander verlassen, so wie auch die deutsche Mannschaft“, sagt der 26-Jährige, der sich das Spiel im Audimax der Universität anschaut. Da will auch Sixto hingehen. Neben vielen deutschen Fahnen, wird Sixtos Flagge wohl die einzige spanische sein, die im Hörsaal weht.

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