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Benny Aust auf Platz sechs

Anstrengung in idyllischer Umgebung: Der zweite Streckenabschnitt für die Triathleten. Auf dem Rad geht es bei brütender Hitze zwischen Reichenwalde und Bad Saarow dem Ziel in Storkow entgegen
Anstrengung in idyllischer Umgebung: Der zweite Streckenabschnitt für die Triathleten. Auf dem Rad geht es bei brütender Hitze zwischen Reichenwalde und Bad Saarow dem Ziel in Storkow entgegen © Foto: Jörn Tornow
Uwe Wuttke / 12.07.2010, 19:06 Uhr
Storkow (In House) und Dietrich Stulpe

Die große Hitze mit Temperaturen von 35°C machte den 7. Storkower Triathlon am Sonntag zur Tortur. Da war das Strandbad ein idealer Start- und Zielpunkt, denn die Wettkämpfer konnten sich nach der Hitzeschlacht in den Fluten des Storkower Sees abkühlen. Am Start waren auch Athleten vom MSV Tripoint.

Mit der besten Frankfurter Leistung wartete Benny Aust (TM 30) vom MSV Tripoint auf. Kürzlich noch überraschender Sieger des legendären Sachsenman-Triathlons in Dresden, beendete er die Olympische Distanz
(1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) in Storkow als Gesamt-Sechster in 2:16:10 h. Überlegener Sieger wurde Olaf Ueberschär (TM 25/Triathlon-Team Mitteld.) in 2:05:42 h vor den Berlinern Stephan Schepe (2:09:58), Sven Koglin (beide TM 30/2:14:49), Lars Köhler (TM 40/2:15:41) und Falk Linke (TM 25/2:16:07). Auch die Tripointler David Schulz (19./TM 25/2:26:32), Thilo Krause (20./TM 40/2:27:15), Sebastian Münnich (42./TM 30/2:39:41) und Tim Förster (46./TM 25/2:42:48) erreichten bei der Hitzeschlacht beachtliche Platzierungen.

Höhepunkt waren freilich die Regionalliga-Rennen. Dominiert wurden die Konkurrenzen bei den Frauen, Männern und Masters von den Athleten aus Berlin und Sachsen.

Bei den Frauen, die mit 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen die Hälfte der Männerstrecke zu absolvieren hatten, setzte sich Evi Neuscheler vom SC Charlottenburg Berlin durch. Die 29-Jährige siegte in 1:11:29 h. „Ich bin total überrascht über den Sieg“, freute sie sich. Zumal gerade die Rad- und die Laufstrecke ihr mächtig zusetzten. „Der letzte Kilometer auf Asphalt war brutal“, fand Evi Neuscheler, die aber mit der besten Laufzeit von 20:48 Minuten ihren Sieg gegenüber Jana Richter (1:11:36, Dresden) erst herauslief. Die Elbestädterin siegte dafür in der Mannschaftswertung vor dem SCC.

Bei den Männern kam Markus Thomschke (Kamenz) zu einem überlegenen Sieg. Über die olympische Triathlon-Kurzdistanz
(1,5 – 40 –10) gewann der 26-Jährige in 2:01:15 h mit genau einer Minute Vorsprung vor Marcel Obersteller vom Triathlonverein Berlin 09. Auch Thomschke fand die Laufstrecke „einen Hammer. Das war wie in Hawaii beim Ironman.“ Allerdings kamen ihm die Bedingungen sogar entgegen. „Ich komme von der Langstrecke. Da lernt man, sich die Kräfte besser einzuteilen. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg.“

Den Sieg bei den Regionalliga-Masters errang Martin Hackmann (LTC Berlin) in 2:09:13 h. „Das Schwimmen war noch das Angenehmste“, sagte der 42-Jährige schmunzelnd. Ihm gefällt neben der guten Organisation vor allem auch das glasklare Wasser beim Storkower Triathlon. Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Frank Manthey (Berlin) betrug fast sechs Minuten.

Aber geehrt wurden nicht nur die Aktiven, die Höchstleistungen vollbrachten. Auch Matthias Muhs erhielt aus den Händen von Vereinschef Nic Rohmann als Dank für seine langjährige Arbeit als Kampfrichter einen Gutschein. Der Eisenhüttenstädter ist seit Jahren Mitglied im TV Fürstenwalde, hat sich nach 20 Jahren als Bundeskampfrichter aus dem Geschehen zurückgezogen. „Jetzt will ich mich mehr auf meine Aktivitäten als Ultraläufer konzentrieren“, sagte Muhs. Da bleibe für die Kampfrichterei keine Zeit mehr. „Es war aber nie langweilig, weil die Regeln sich ständig geändert haben, durch die Versuche, sie bei allen Verbänden anzugleichen.“ Auch an ähnliche Verhältnisse wie in Storkow kann er sich erinnern. „Bei einem Ironman saß ich mal bei solcher Affen-Hitze 180 km auf dem Motorrad als Kampfrichter. Das war echt anstrengend.“ Nun aber geht er lieber selbst auf Zeitenjagd bei Läufen, die noch länger dauern. So beim Baltic-Run vom 25. bis 29. Juli, einem Etappen-Lauf von Berlin nach Usedom über 320 km.

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