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Schwere Beine nach vier Kilometern

An der Spitze: Hier ist die Welt für Hagen Pohle noch in Ordnung, als der das Feld der Geher vor dem Kenianer David Munyao Ngei (links) anführt.
An der Spitze: Hier ist die Welt für Hagen Pohle noch in Ordnung, als der das Feld der Geher vor dem Kenianer David Munyao Ngei (links) anführt. © Foto: Olaf Moeldner
Roland Hanke / 24.07.2010, 08:00 Uhr
Beeskow/Moncton (In House) und Anja Herrlitz

Der Beeskower Leichtathlet Hagen Pohle hat am Freitag eine Medaille bei den U-20-Weltmeisterschaften im kanadischen Moncton deutlich verpasst. Im 10  000-Meter-Bahngehen wurde er in 42:33,31 Minuten Elfter.

Nach dem Zieleinlauf in seinem wichtigsten Wettkampf des Jahres fiel Hagen Pohle erst einmal auf die Knie, stand aber wieder schnell auf – und wirkte dann ziemlich ratlos. „Mit einer Bestzeit hat es leider nicht geklappt. Deshalb bin ich auch etwas enttäuscht über das Ergebnis, da das Rennen ja nicht mal wirklich schnell gewesen ist. Mit meiner Bestleistung hätte ich heute Vierter werden können“, sagte der Beeskower, der 41:15 als Bestzeit zu Buche stehen hat.

Der U-18-Weltmeister des Vorjahres hatte ein wenig mit einer Medaille geliebäugelt. Bei den in der Starterliste aufgeführten Qualifikationszeiten lag er an dritter Stelle. Doch mit 1:50 Minuten Rückstand auf den russischen Sieger Valery Filipchuk (40:43,17) konnte es diesmal nichts mit einer vorderen Platzierung werden. „Ich habe wieder versucht, mein Bestes zu geben. Doch am Ende hat es diesmal eben nicht zu einem Rang mit ganz vorn gereicht. Vielleicht habe ich mir vor dem Wettkampf auch einfach zu viele Gedanken gemacht“, vermutet der Beeskower.

Dabei hatte sich Hagen Pohle gleich zu Beginn des Wettkampfs an die Spitze des Feldes gesetzt und dort das Tempo gemacht. Erst nach zwei Kilometern wurde er an der Spitze abgelöst. In der Folge sorgten vor allem Filipchuk und sein russischer Landsmann Petr Bogatyrev mit dem Chinesen Zelin Cai für die Führungsarbeit. Hagen Pohle fiel nach und nach zurück. Nach vier Kilometern lag er rund acht Sekunden hinter der Spitze, danach wuchs der Rückstand kontinuierlich an. Nach sieben Kilometern befand sich der Beeskower auf dem zwölften Rang und hielt den bis kurz vor dem Ziel. Dort konnte er mit einem beherzten Schlussspurt noch den vor ihm gehenden Byeong Kwang Choe aus Südkorea abfangen und wurde Elfter.

„Ich bin gleich an die Spitze gegangen, weil ich dachte, es geht heute. Ich hatte mich gut gefühlt, aber meine Beine sind dann schwer geworden“, analysierte der einzige deutsche Teilnehmer in dem 24-köpfigen Feld. Mit ihm an der Spitze ging der Kenianer David Munyao Ngei, der später disqualifiziert wurde. „Ich habe keine Ahnung, was der da gemacht hat“, sagte Hagen Pohle. „Immer wieder ist er vor mich gegangen und hat dann abgebremst.“ Kurz darauf musste der Beeskower, der für den SC Potsdam startet, die Spitzenposition räumen.

„Auch das Wetter war einigermaßen erträglich, denn es hatte am Donnerstag geregnet. Es war am Freitag zwar trotzdem sehr warm, jedoch wehte ein leichter Windzug“, berichtete Hagen Pohle. „Auf jeden Fall kann ich den Wettkampf einfach nur abhaken und nach vorne schauen. In zwei Wochen findet die Deutsche Jugendmeisterschaft in Ulm statt, und danach ist die Saison erst mal beendet.“

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