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Gute Musik für guten Zweck

Die Band „Alarma Man“ in Aktion: Alle 17 Gruppen traten zugunsten von „terre des hommes“ ohne Gage auf.
Die Band „Alarma Man“ in Aktion: Alle 17 Gruppen traten zugunsten von „terre des hommes“ ohne Gage auf. © Foto: MOZ/Karl-Heinz Arendsee
Daniel Lehmann und Dominik Schauer / 09.08.2010, 06:38 Uhr - Aktualisiert 09.08.2010, 08:08
Friedland (In House) Unverändert geblieben sind die Ziele der Organisatoren, die erneut ein kleines, sympathisches Festival auf die Beine stellen wollten, das allen Beteiligten Spaß macht, der Region gut tut und jungen, aufstrebenden Bands die nötige Plattform liefert. „Nicht zu vergessen der Benefizgedanke“, ergänzt Veranstaltungsleiter Josef Lewe. In diesem Jahr solle das Projekt für eine Friedensschule in Angola des Kinderhilfswerkes „terre des hommes“ unterstützt werden. Daran beteiligten sich auch wieder die Bands, die alle auf eine Gage verzichteten und nur ihre anfallenden Fahrtkosten erstattet bekamen.

Insgesamt sorgten 17 Gruppen – darunter allein schon vom Namen her so kreative wie „Tiere streicheln Menschen“ und „A Heart Is An Airport – für ein abwechslungsreiches wie internationales Programm, das sich vor keinem anderen Festival verstecken muss. Besonders gelungene Bühnenshows ernteten verdienten Sonderapplaus. Die Besucherzahl entsprach mit 350 Musikfreunden in etwa der des Vorjahres. Zwar ließ der sehr gute Vorverkauf auf mehr hoffen, leider drückten wie schon vor zwei Wochen beim Benefizkonzert im Rahmen des Friedlandtreffens die immer wieder auftretenden Schauer an beiden Festivaltagen dann den Umsatz an der Abendkasse.

Eher ungünstig war die Wetterlage auch für all jene, die den Zeltplatz nahe der Grundschule nutzten. Dennoch wussten die wettererprobten Friedländer und ihre Gäste aus allen Ecken der Republik und deren Nachbarländern mit der Situation umzugehen und jubelten ungestört zur unglaublichen Bandbreite an Klängen aus den Bereichen Folk, Pop, Rock, Indie über Alternative bis hin zu Songwriter.

Extra aus Bielefeld angereist war Michael Papendick (22), der sich zusammen mit zwei Freunden aus Berlin vor allem über „The Black Atlantic“ freute. „Die Stimmung hier ist einfach gut, die Bands sind klasse, das Wetter könnte besser sein aber trotzdem haben alle ihren Spaß“, so der Ostwestfale.

Steffen Schmidt (28) aus Dresden war schon das zweite Mal beim Festival in Friedland dabei. „Die Karten für mich und meine Freundin hab ich im Januar vorbestellt“, erzählte er. „Die Atmosphäre ist sehr familiär. Du weißt, wen du am nächsten Tag wieder triffst und es gibt überhaupt keinen Stress. Im letzten Jahr waren hier Nazis aufgetaucht, mit denen hab ich dann über ihre Ansichten geredet und dann war das auch gut.“

Sebastian Tillmanns, Sänger bei „The Mouse Folk“, sagte: „Es war cool hier zu spielen. Vor allem, weil in der Region jungen Menschen nur wenig geboten wird. Der Auftritt hat Spaß gemacht, wir haben viel positives Feedback bekommen. Wenn wir nächstes Jahr auch eingeladen werden, kommen wir wieder.“

Alles in allem erwies sich „Jenseits von Millionen“ abermals als voller Erfolg, bei dem auf friedliche Art und Weise zu attraktiver Musik gemeinschaftlich für den guten Zweck gehandelt wurde und jeder seine Freude hatte.

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