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Experiment unter der Freileitung

FOSCHROEDER / 12.08.2010, 20:19 Uhr
Bernau (In House) Die Region nordöstlich von Berlin steht derzeit vor einer „massiven landschaftlichen Umgestaltung durch neu gebaute Freileitungen“. Dieser Auffassung ist die Bürgerinitiative „Keine Freileitung Neuenhagen-Letschien“. Sie zielt damit auf die geplante 380-kV-Uckermarkleitung, die auch durch den Barnim führt, sowie die gleichfalls in der Planung befindliche 110-kV-Freileitung Neuenhagen-Letschin. Gegen letztere hat sie bislang mehr als 1500 Unterschriften gesammelt und veranstaltet nun die Aktion „Bürger unter Strom“. Am Freitag, 20. August, will die Initiative den Elektro-Smog von Hochspannungsleitungen sichtbar machen: Unter der Leitung in Altlandsberg auf der Fläche zwischen Hönower Chaussee 1 und Tankstelle werden 1,20 Meter lange Leuchtstoffröhren allein durch die von den Leitungen ausgehenden elektrischen Felder zum Leuchten gebracht. Los geht es um 20.30 Uhr.

Die Aktion wird gefilmt und auf der Website der Bürgerinitiative www.keine-freileitung.de
zu sehen sein. Mit „Bürger unter Strom“ will die Initiative auch den Blick für Landschaftsumgestaltung durch Freileitungen schärfen. Neben der Leitung Neuenhagen- Letschin befindet sich die 380-kV-Uckermark-Freileitung im Planungsfeststellungsverfahren. Von diesen Plänen sind auch Eberswalde, Tiefensee, Bernau und mehr 
als 50 andere Orte betroffen.

Der Tourismusverband S 5-Region schreibt: Ob auf dem Fahrrad, zu Fuß, auf dem Pferd oder zu Wasser, die S5-Region zeige sich immer von der schönsten Seite. Diese Präsentation der Region sei zunehmend durch Hochspannungsleitungen und Windenergieanlagen gefährdet. Den Bemühungen, den Tourismus zu beleben, laufe die Zerspargelung der Landschaft entgegen. Ein Gesamtkonzept der Landschaftsplanung aufgrund des zunehmenden Energieausbaus sei notwendig geworden.

Als Möglichkeit wird die Erdverkabelung angesehen. Fachleute seien sich sicher, dass dieses Verfahren in einigen Jahren europaweit Standard ist. In Deutschland sei die Erdverkabelung bis jetzt nur als Pilotprojekt möglich. Dagegen würden schon heute in Dänemark alle neu gebauten Hochspannungsleitungen in der Erde verlegt.

Weitere Informationen: Ingrid Reifgerst, Dorfstraße 14,
Mobil: 0151 19639366, 
E-Mail: ingrid.reifgerst@web.de
Web: www.keine-freileitung.de

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