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Investor will beide Schwimmbecken wieder ertüchtigen und mehr Platz zur Erholung schaffen

Pläne für alte Badeanstalt in Eberswalde überarbeitet

Die neue Badeanstalt auf dem Zeichenbrett
Die neue Badeanstalt auf dem Zeichenbrett © Foto: ibe Ingenieurbüro für Bauplanung
Monika Schmidt / 19.01.2013, 04:19 Uhr - Aktualisiert 20.01.2013, 16:06
Eberswalde (MOZ) Mit den Baumaßnahmen in der alten Badeanstalt am Finowkanal sollte eigentlich im Sommer vergangenen Jahres begonnen werden. Eigentümer und Investor Alf Dürre aber hat die Zeit genutzt, um seine Pläne noch einmal zu überarbeiten.

Das ehrgeizige Ziel, seinen 50. Geburtstag im neuen Marina-Park am Finowkanal zu feiern, hat der Eberswalder inzwischen aufgegeben. Die Ungewissheit, wie der Bund mit der ältesten künstlichen Wasserstraße Deutschlands verfahren wird und vor allem, was mit den zwölf Schleusen passieren soll, hat ihn veranlasst, sein Bauvorhaben noch einmal zu überdenken. Die Finanzierung für das Millionen-Projekt über die Hausbank steht zwar nach wie vor. Ansonsten aber läuft alles auf eigenes Risiko. Die geplante Marina stand deshalb noch einmal auf dem Prüfstand.

Im neuen Konzept, das Alf Dürre dem Bauausschuss vorgestellt hat, soll das Hafenbecken kleiner und nach vorn zum Finowkanal verrückt werden. Auf einen zusätzlichen Brückenbau kann er damit verzichten. Der Treidelweg , der an dieser Stelle unterbrochen wird, soll wie ein U um das Hafenbecken herumführen. Wanderer und Radfahrer erhalten so einen reizvollen Einblick auf das Geschehen im künftigen Bootshafen.

Die gute Nachricht für alle Badefreudigen und Erholungssuchenden. Statt nur einem Schwimmbecken, wie im alten Konzept geplant, werden beide Becken wieder ertüchtigt. "Taucher haben sich den Zustand angesehen. Da ist trotz der 23 Jahre, in der die Badeanstalt so gut wie nicht genutzt wurde, alles in Ordnung. Zu 80 Prozent zerstört ist nur die obere Kante. Doch das lässt sich relativ problemlos in Ordnung bringen", sagt Alf Dürre. Das Wasser für die beiden Schwimmbecken soll aus dem Finowkanal kommen. Alf Dürre hat die Qualität des Wassers mehrfach analysieren lassen. Bescheinigt wurde dabei jedes Mal Badequalität. Beim Wasseraustausch wird der Beckeninhalt über einen Überlauf wieder in den Kanal gepumpt. So geht der Wasserstraße kein wertvolles Nass verloren.

Deutlich größer soll auch der Beherbungs- und Campingbereich werden. In dieses Areal wird auch die ehemalige Rundfunkversuchsstation, die Alf Dürre dazugekauft hat, integriert. Die beiden Objekte, die dort stehen, werden zu einer Herberge beziehungsweise zu einem Museum mit einer kleinen Ferienwohnung umgebaut. Mehr Fläche erhalten auch die Campingplätze.

Alf Dürre wird jetzt seine Entwurfsplanung fertigstellen, die öffentlich auszulegen ist. Mit dem Bau der Gaststätte will er im Februar beginnen. Mit der Baugenehmigung dafür rechnet er noch in diesem Monat.

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