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Trauer um Amtsdirektor 
Rainer Schneider

srakitin / 10.09.2010, 07:49 Uhr - Aktualisiert 10.09.2010, 14:45
Britz/Chorin (In House) Das Amt Britz-Chorin-Oderberg trauert um Rainer Schneider. Der Amtsdirektor ist am Mittwochabend nach einer schweren Erkrankung in der Herzklinik Bernau gestorben. Der 57-Jährige war der dienstälteste Verwaltungschef im Oberbarnim. Seit 1992 war der Choriner im Amt. Er hat das Amt Britz-Chorin aufgebaut, ist einer der Väter dieses Land-Amtes. Er galt als Macher, als streitbarer Macher. Weshalb das Amt den scherzhaften Beinamen „Schneider-Land“ trug.

Im Rathaus Britz hat die Nachricht vom Tod Schneiders tiefe Betroffenheit ausgelöst. Etliche Kollegen haben seit 18 Jahren mit ihm zusammengearbeitet. „Wir werden ein Kondolenzbuch auslegen“, kündigte Kämmerin Astrid Gohlke, die vorübergehend die Geschäfte führt, an. „Wir haben nicht nur einen Verwaltungsbeamten verloren. Rainer Schneider war für mich ein enger Freund“, erklärte ein sichtlich erschütterter Martin Horst (Chorin). „Wir hatten den gleichen Humor, konnten uns über dieselben Dinge freuen und über dieselben Dinge ärgern“, so der Vorsitzende des Amtsausschusses. Betroffen mache ihn der plötzliche Tod umso mehr, „da Rainer Schneider mit vielem noch nicht fertig war“. Ein Hinweis auf die gerichtlichen Verfahren, denen sich der Rathauschef in den vergangenen Monaten und Wochen stellen musste. Für Horst steht ungeachtet dessen fest: „Es wird sehr schwer, den Amtsdirektor Schneider zu ersetzen.“ Denn der 57-Jährige habe sich „aufgeopfert“.

Rainer Schneider ist im mecklenburgischen Hagenow aufgewachsen. Als Musiklehrer kam er 1975 in den Barnim. Die Musik war und blieb seine große Leidenschaft, auch als er 1992 als Verwaltungsleiter ins Büro wechselte. Rainer Schneider war nicht nur ein Musikfan, er spielte selbst Akkordeon, Klavier und Gitarre. Viele Jahre leitete er beispielsweise den Britzer Chor.

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