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Thron und andere Sitze für den Schlosspark

Die Bildhauer mit Werkzeug und Material: Steffen Klauke, Rainer Fürstenberg und Uli Mathes (v.l.).
Die Bildhauer mit Werkzeug und Material: Steffen Klauke, Rainer Fürstenberg und Uli Mathes (v.l.). © Foto: MOZ
Ingolf Bunge / 11.09.2010, 08:34 Uhr
Schöneiche (In House) Drei Bildhauer werkeln auf dem Gelände der Schöneicher Kulturgießerei an Kunst mit Nutzwert: Sie fertigen unterschiedliche Sitzgelegenheiten, die sie am 18. September feierlich im Schlosspark der Öffentlichkeit übergeben. Und weil dieses Symposium sehr klein ausfällt, soll es nächstes Jahr eine Fortsetzung zugunsten des Parks geben.

Während Steffen Klauke (Kesselberg Neu Zittau) an zwei „Sitzgestalten“ und einer Konstruktion arbeitet, die er „Sitzen im Baum“ nennt, äußert sich Rainer Fürstenberg aus Potsdam eher vage über sein Werk: „Ich werde mich nicht dem deutschen Sesselfurzer anpassen, sondern eine eigene Form vom Sitzen machen.“ Ihm schwebe etwas Schwebendes vor. Beide Künstler nutzen Robinienstämme.

Uli Mathes hingegen bearbeitet eine dicke Eiche, aus der ein Schlosspark-Thron werden soll. „Normalerweise mache ich so etwas Funktionales nicht“, ergänzt der Bildhauer, der sein Atelier in der Kulturgießerei hat.

Aufgestellt werden die Werke am Sonnabend, dem 18. September, im Schlosspark an der Dorfaue – die Einweihung ist für 19 Uhr geplant. Anschließend zieht die Karawane an Feuer-Objekten vorbei zur Kulturgießerei, wo im Vorfeld des Tages des offenen Ateliers die Vernissage der Insallations-Künstlerin Rose Schulz mit einer Performance folgt.

Die Gemeinde Schöneiche hat den Bau der Fundamente für die Sitzmöbel übernommen – wie auch die Gewähr für deren Standsicherheit. „Echt super. Das ist ihr Anteil, der unkompliziert ermöglicht wurde“, sagt Frank Williges, Projektleiter der Kulturgießerei.

Williges räumt ein, dass das Symposium deutlich kleiner geraten ist als geplant. Das liege an ausgebliebenen Sponsoren-Beiträgen. Ursprünglich sollte der Etat 13 500 statt jetzt 3500 Euro betragen und sechs Teilnehmerplätze ausgeschrieben werden, um möglichst auch Künstler zu holen, die mit weiteren Materialien wie Stein, Metall und eventuell Plastik arbeiten. „Darum beabsichtigen wir, das Symposium im nächsten Jahr zu verlängern, damit am Ende ein komplettes Mobiliar im Schlosspark steht.“

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