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Simulation im strömenden Regen

© Foto: Ingbüro
Gabriele Rataj / 14.09.2010, 20:06 Uhr
Buckow (In House) Die Simulation eines Aussichtspunktes hat es am Dienstag in der Kurstadt gegeben. Auf dem höchsten Punkt des Lunaparks ermöglichte ein Gigalift den Rundblick.

So ähnlich muss es in den 1930er Jahren ausgesehen haben, wenn Gäste der Kurstadt zum Aussichtshügel im Luna-Park spaziert sind, um den Rundumblick zu genießen. Links zieht sich der Schermützelsee hin. Die Restaurants Fischerkehle und Buchenfried sind im Grünen auszumachen. Dann die Weiße Taube, die Bollersdorfer Höhe und schließlich der Blick über den Buckowsee hin­über zu Stadt und Kirche.

Es ist fast wie auf einem Aussichtsturm, den zu errichten sich die Stadt vorgenommen hat. Der lange Arm des Gigalifts, auf dessen Arbeitsbühne nacheinander die Protagonisten dieses Vorhabens nach oben fahren, nimmt die Zukunft vorweg.

30 Meter hoch soll der Turm werden, damit Kiefern und Kastanien den Blick nicht mehr behindern. Denn aus den paar „kleinen niedlichen Birken“, von denen Bürgermeister Peter-Alexander Block (CDU) spricht, sind längst stattliche Exemplare geworden. Um Aussichts-Schneisen zu schlagen, müssten zahlreiche Bäume fallen. So ist die Idee vom Aussichtsturm, mit der der Bürgermeister längst auch Landrat Gernot Schmidt (SPD) begeistert hat, die Sinnvollste. Das vorgesehene Bauwerk steht zudem längst im Entwurf des Flächennutzungsplanes als Punkt für touristische Nutzung, damit das Vorhaben nicht unterwegs auf der Strecke bleibt.

Die langlebige Holzkonstruktion des Strausberger Architektenbüros Schubert und Partner würde auch gut zum Rundwanderweg um den See passen, schaut der Landrat voraus. Andere könnten später sogar einen Gipfelweg anlegen – das tue der Kurstadt in der Touristenregion Märkische Schweiz gut. Deshalb unterstützt der Landkreis Märkisch-Oderland, Mitglied der Leader-Förderregion LAG Märkische Seen, das Vorhaben auch.

Denn das Geld im städtischen Haushalt allein reicht nicht. 250 000 Euro sind veranschlagt, für die Leader-Förderung von zwei Dritteln der Kosten gibt es einen positiven Vorbescheid. „Den kommunalen Anteil aber“, so die Vorgabe der Stadtverordneten an den Bürgermeister, „werden wir aus dem Verkauf von städtischem und privatem Holz auftreiben müssen.“ Signale von Besitzern gebe es. Auf Spenden wird ebenso gehofft.

Der Zeitplan nämlich ist fixiert. 2010 Planung und Bauantrag, 2011/12 Bau und Einweihung, und gestern Aussichtspunkt-Simulation. Das Rondell, auf dem einst Bänke standen, ist noch da. Fleißige Hände von der Arbeitsfördergesellschaft Rehfelde haben den Platz beräumt, Stubben gerodet, die Wege ordentlich vorbereitet. Den gemieteten Gigalift hat die Firma Wald & Forst herangefahren. „Und bei so einer verregneten, also verpatzten Generalprobe“, sagt Peter-Alexander Block, „kann das Werk nur gelingen.“

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