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Erfolgstreffer an der Grüntaler Schule

Wie in einer weiterführenden Schule: Die ersten Schritte im naturwissenschaftlichen Arbeiten können im neuen Nawi-Labor unter Aufsicht erfolgen. Die Leitungen der einzelnen Medien werden vom Lehrerpult aus gesteuert.
Wie in einer weiterführenden Schule: Die ersten Schritte im naturwissenschaftlichen Arbeiten können im neuen Nawi-Labor unter Aufsicht erfolgen. Die Leitungen der einzelnen Medien werden vom Lehrerpult aus gesteuert. © Foto: MOZ
Olav Schröder / 17.09.2010, 21:01 Uhr
Sydower Fließ (In House) In Grüntal sind aller guten Dinge vier. Das Eltern-Kind-Fest ist traditionell eine beliebte und gut besuchte Veranstaltung und war es auch diesmal. Hinzu kamen am Donnerstagabend allerdings die Eröffnungen des Schulsportplatzes sowie des Nawi- und des Lesen-Drucken-Schreiben-Raumes.

Vier Sportanlagen sind es auch geworden, die jetzt den Schülern der verlässlichen Halbtagsgrundschule zur Verfügung stehen. Eine Weitspurnganlage, eineLaufbahn, ein Minibolzplatz und ein größerer Platz, der zum Fußballspielen, aber auch für andere Sportarten geeignet ist. Die Errichtung der Anlagen glich der Bewältigung einer Marathon-Strecke, die Eltern, Schüler und Lehrer, die Freiwillige Feuerwehr, der SV Grüntal/Melchow, viele Helfer, Firmen als Sponsoren, die Gemeindevertretung Sydower Fließ und die Amtsverwaltung gemeinsam absolvierten. Der erste Arbeitseinsatz wurde am 25. April 2009 geleistet, und der letzte gerade erst am vergangenen Sonnabend.

Für Schulleiter Klaus-Peter Blank war der Gedanke an den Sportplatz stets ein „Traum“. Und wurde ein Traum, der in Erfüllung ging. 2008 war in diesem Traum ein entscheidendes Jahr. Eltern, Schüler und Lehrer hatten bewiesen, wie gemeinsam drei Spielbereiche gleichsam aus dem Boden gestampft werden können. Das bereitete den Boden und machte Mut für das größere Projekt eines Sportplatzbaus. Doch schon nach dem ersten Arbeitseinsatz wurde klar, erinnert Klaus Blank, dass der angepeilte Fertigstellungstermin nicht zu halten war. 2010 konnte der Traum dann mit mehr Sponsoren, die die notwendige Technik zur Verfügung stellten, verwirklicht werden. Nur der Bolzplatz konnte am Donnerstag trotz besten Willens nicht in Betrieb genommen werden: Das Wetter hatte dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Regen hatte es nicht zugelassen, dass die oberste Schicht des Platzes mit der Rüttelplatte verfestigt werden konnte. Sobald dies nachgeholt worden ist, werden auch die Tore aufgestellt.

Einer der begeisterten Gäste war Biesenthal-Barnims Amtsdirektor Hans-Ulrich Kühne. „Die Schule in Grüntal ist immer wieder für ein Wunder gut“, sagt er und bezeichnete den Sportstättenbau als „beispielhaft für alle Schulen im Landkreis Barnim“. Viele nützliche Geschenke gab es zur Sportplatzeröffnung, vom Fußball bis zum Kreidewagen, und zwar nicht nur von den Bürgermeistern anderer Gemeinden des Amtes und der Verwaltung, sondern auch von vielen Gästen, unter denen sich auch Vertreter aus Nowy Tomysl, der polnischen Partnerstadt des Amtes Biesenthal-Barnim befanden.

Die Ehre, das grüne Band zur Eröffnung der Sportplatzes durchzuschneiden, hatten sich Isabell Buschmann, Julia Kühn und Niklas Jonas aus der 6 b mit ihrer Leistung beim Schulklassenlauf in Eberswalde verdient.

Während der Kreissportbund Barnim für die Kinder in der Turnhalle ein buntes Programm bot, konnten auch die beiden neuen Labore besichtigt werden. Die Ausstattung des naturwissenschaftlichen Raums wurde in der Versteigerung in der ehemaligen Biesenthaler Oberschule erstanden. Die Grundschüler verfügen in Grüntal somit jetzt auch über einen Experimentierraum, dessen Tische mit Gas-, Wasser-, Stromanschlüssen komplett vom Lehrerpult aus gesteuert werden können.

Das zweite neue Labor Lesen – Schreiben – Drucken, kurz und prägnant auch LSD-Labor genannt – dient neben dem Computerkabinett der Schule vor allem dem Einstieg und Umgang mit der Informationstechnologie. Dazu gehört ein interaktives 
Whiteboard, das ist eine elektronische Wandtafel, auf der Bilder, Texte und Präsentationen aufgerufen und auch beschriftet werden können. Die Schüler können an zwölf untereinander vernetzen Notebooks arbeiten.

Alle Schüler haben hier auch die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben zu machen und dabei das Internet einsetzen zu können, erläutert Andreas Martinköwitz, der das Labor betreut. Der Computer kann bei den Hausaufgaben fächerübergreifend von allen Schülern eingesetzt werden. Wert wird dabei auch auf traditionelle Medien gelegt. In dem Labor sind daher auch Bücherregale für Nachschlagewerke, Fachbücher und andere Literatur zu finden. In diesen ist zurzeit noch etwas Platz für künftige Schul- und andere Bücher. Ähnlich wie im Nawi-Labor können die Schüler zu genauem und selbstständigen Lehren ermuntert werden, von der Angabe von Quellenhinweisen bis hin zum Ausdrucken der von ihnen gefertigten Dokumente.

Die Grundschule wird nicht nur von Kindern aus Grüntal und Tempelfelde, sondern auch aus Lobetal, Rüdnitz, Danewitz, Melchow, Breydin und Werneuchen besucht.

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