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Wo in Woltersdorf gebaut werden soll

Ingolf Bunge / 18.09.2010, 08:39 Uhr
Woltersdorf (In House) Nebenstraßen ausbauen oder für ordentliche Geh- und Radwege an den Hauptstraßen sorgen: Das ist ein Hauptstreitpunkt derzeit in Woltersdorf. Bürgermeister Dr. Rainer Vogel (Grüne) plädiert dafür, Bau-Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre festzulegen. Die Hauptausschuss-Mitglieder haben die Thematik am Donnerstagabend vertagt.

„Mein Vorschlag ist, drei Großprojekte für die nächsten fünf Jahre in den Mittelpunkt zu stellen – Reihenfolge offen“, sagte Rainer Vogel. Und das seien: Ausbau Weinbergstraße mit Nebenstraßen im Zuge der Schulwegsicherung, Bau der Geh-/Radwege in der Schleusen- und Rüdersdorfer Straße sowie Richtung Erkner – und Bau der Turnhalle im Sport- und Freizeitpark.

Matthias Schulz (CDU) meinte: „Sie müssen uns nicht von den Projekten überzeugen – die werden seit 20 Jahren diskutiert.“ Der Ausbau von Anliegerstraßen dürfe dem nicht geopfert werden: „Was nützt ein Radweg nach Rüdersdorf, wenn die Leute nach Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus kommen.“ Heinz Vogel (Bürgerforum) verwies auf die Erhöhung der Grundsteuer vor einigen Jahren mit der Begründung, Anliegerstraßen auszubauen. Ohnehin habe der Ort kein schlechtes Radwegenetz. „Warum sollen wir gerade Wege für Touristen ausbauen?“ Auch anderswo in Woltersdorf gebe es Bedarf.

Das konterte der Bürgermeister: Die Hauptstraßen seien die Visitenkarte des Ortes. „Und hinter der Schleusenstraße wohnen auch Woltersdorfer. Die Schleusenstraße ist die Straße, durch die die Woltersdorfer am Sonntag mit ihrem Besuch gehen.“ Es sei die Straße, an der ein Krankenhaus steht und durch die die Woltersdorfer zum Sommerfest der Gemeinde kommen. „Mir geht es nicht um ein bestimmtes Jahr, sondern nur darum, dass es eine klare Stoßrichtung gibt, die nicht verwässert wird durch zu viele Nebenstraßen.“

Um zumindest für die Schulwegproblematik einen Planungsvorlauf zu schaffen, baten der Bürgermeister und Bauamtsleiter Dietrich Joecks, schon jetzt Geld bereitzustellen – 30 000 Euro für die Planung einer großen oder 16 000 Euro für eine kleine Variante. Es geht um den Ausbau von Weinberg-, Elsner- und Winzerstraße sowie „Am Werk“ insgesamt oder zu Teilen, wofür Gesamtkosten von 615 000 bzw. 426 000 Euro veranschlagt sind.

Joecks räumte ein, dass seine Beschlussvorlagen „mit heißer Nadel gestrickt“ seien. Zur Abstimmung kam es nicht. Auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Wolfgang Stock (CDU) wurde das gesamte Thema in die Fachausschüsse verwiesen. „Unausgereifte Beschlussvorlagen gehören überarbeitet“, so Stock.

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