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Hausmeister beim Brand in Schule vermisst

Steffen Göttmann / 28.09.2010, 20:58 Uhr
Heckelberg-Brunow (In House) Um elf Uhr heulen am Montag im Amt Falkenberg-Höhe die Sirenen. Petra Fischer, Sekretärin der Grundschule „Auf der Höhe“ in Heckelberg, hat den Alarm ausgelöst. Der Brand in einem naturwissenschaftlichen Fachraum mit einem vermissten Hausmeister erweist sich glücklicherweise als Übung.

Als in der Schule die Brandschutzanlage auslöst, leeren sich die Klassenzimmer in wenigen Minuten. Schulleiterin Jana Möller, alle Lehrerinnen und 117 der an diesem Tag anwesenden Schüler treffen sich am vereinbarten Sammelpunkt hinter der Schule. Ingo Köhler, Amtsbrandmeister von Falkenberg-Höhe, und Reinhard Kolm, Löschgruppenführer von Brunow, warten mit der Stoppuhr vor der Schule auf die nach und nach anrückenden Feuerwehren.

„Wir wollen die Einsatzbereitschaft unserer Wehren am Tag überprüfen“, so der Amtsbrandmeister, der zugleich der Heckelberger Wehr vorsteht. Dass seine Frauen und Männer zuerst, um 11.09 Uhr am Brandherd ankommen, ist Ehrensache. Das Feuerwehrhaus liegt direkt neben der Schule.

Von den vier Heckelberger Feuerwehrleuten sind zwei Mann ausgebildete Pressluftatem (PA)-Träger, ein Glück für den vermissten Hausmeister. Sie könnenn sich den Weg ins verrauchte Gebäude bahnen. Jens Raeder übernimmt die Einsatzleitung. Die Heckelberger beginnen sofort damit, eine Wasserverbindung aufzubauen.

Um 11.14 Uhr treffen die Löschgruppe Brunow mit sieben Leuten und um 11.18 Uhr Freudenberg mit zwei Leuten ein. Das Problem: Sie können nichts ausrichten, weil sich unter ihnenen kein PA-Träger befindet. Um 11.28 Uhr wird der Hausmeister in einem Nebengelass des verrauchten Fachkabinetts gefunden. Ingo Köhler ist zufrieden, 20 Minuten sei eine gute Zeit.

Allerdings ist der Hausmeister verletzt und muss geborgen werden. Da die Feuerwehren im Gegensatz zu ihren Kollegen in Bad Freienwalde oder Wriezen nicht über eine Drehleiter verfügen, musst der Verletzte über Steckleitern geborgen werden. Im Nu erklimmen die ersten drei Feuerwehrleute die Sprossen und dringen zu dem „Verletzten“ vor. Was dann allerdings folgt, treibt dem Amtsbrandmeister die Sorgenfalten auf die Stirn. Mit einem Seil soll der Hausmeister gesichert und über die Leiter nach unten gelassen werden. Doch keiner der Feuerwehrfrauen und -männer schafft den erforderlichen Knoten. Nach acht Minuten schickt Köhler das Trio entnervt nach unten und lässt die nächsten Anwärter nach oben kommen. Sie erledigen die Aufgabe kurz vor 12 Uhr. „Im Ernstfall können die PA-Träger den Verletzten bergen, sie sind am besten ausgebildet“, so Köhler.

Im Einsatz waren die Löschgruppen Heckelberg, Brunow, Freudenberg, Beiersdorf, Kruge, Dannenberg und Falkenberg mit insgesamt 30 Leuten. Als nicht einsatzbereit erwiesen sich die Löschgruppen Leuenberg und Wölsickendorf.

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