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Tierschutzbund kritisiert Panther-Jagd

25.10.2010, 17:54 Uhr
Bonn/Trier (DPA) Der drohende Abschuss eines freilaufenden Panthers erregt immer mehr die Gemüter von Umweltaktivisten. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte, dass die Behörden das in der Region Trier umherstreifende Tier zum Abschuss freigegeben haben.

Es gebe „keinerlei Anlass, einen Freifahrtschein zum Töten zu erteilen“, heißt es in einem Protestbrief an die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz, der am Montag veröffentlicht wurde. Die mehrfach gesichtete Raubkatze habe bisher weder direkt noch indirekt - etwa durch das Reißen von Nutztieren - einem Menschen Schaden zugefügt.

Panther stehen unter strengem Artenschutz und dürfen normalerweise nicht gejagt werden. Nach mehreren Sichtungen „einer schwarzen großen Raubkatze“ im Ruwertal hatte die Obere Naturschutzbehörde bei der SGD Nord aber in der Vorwoche das Tier zum Abschuss freigegeben. Denn eine Betäubung wirke nach Auskunft des Zoos Neuwied bei der Großkatze erst nach rund sieben Minuten, hieß es. Das sei „viel zu gefährlich“.

Seit Anfang September sind bei der Polizei fünf Hinweise von Zeugen eingegangen, die eine große schwarze Katze im Kreis Trier- Saarburg gesehen haben wollen. Dabei könnte es sich laut Experten um jenen freilaufenden Panther handeln, der seit rund einem Jahr immer mal wieder im Grenzgebiet von Frankreich, Luxemburg und Belgien gesehen wurde. Er soll aus einem privaten Gehege ausgebüxt sein.

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