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Premiere zu Pücklers 225. Geburtstag

Roland Renner spielt Fürst Pückler
Roland Renner spielt Fürst Pückler © Foto: dpa
31.10.2010, 14:59 Uhr - Aktualisiert 31.10.2010, 20:04
Cottbus (DPA) Cottbus (dpa) Mit der Uraufführung des Stückes „Fürst Pücklers Utopia“ sind am Samstagabend am Staatstheater Cottbus die Veranstaltungen zum 225. Geburtstag des Parkkünstlers Fürst Hermann von Pückler-Muskau zuende gegangen. In dem eigens für das Jubiläum geschriebenen Spektakel des Autors Christoph Klimke werden Stationen aus dem Leben Pücklers (1785-1871) auf seinen Anwesen im ostsächsischen Muskau und Cottbus-Branitz gezeigt.

Der renommierte österreichische Regisseur Johann Kresnik erhielt viel Beifall, aber auch einige Buhrufe für seine turbulente Inszenierung. Sie zeigt die Abenteuer des Aristokraten, Lebemanns und Reiseschriftstellers als eine Art Zirkus mit Schauspielern, Laiendarstellern, Tänzern, Sängern, Chor und Orchester. In einigen Szenen wird der schillernde Pückler - dynamisch und provokant gespielt von Roland Renner - als frivoler Weiberheld gezeigt. Dabei bekommen die Zuschauer auch viel nackte weibliche Haut zu sehen.

Zuvor hatten Redner bei einem Festakt am Theater das Wirken Pücklers als eine Bereicherung für die Kulturgeschichte bezeichnet. In einem Grußwort sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD), der „grüne Fürst“ habe Mitte des 19. Jahrhunderts durch sein Schaffen ein „Zukunftsland im Lausitzer Sand“ geschaffen. Von Pückler seien starke Impulse für die europäische Gartenkultur ausgegangen, bemerkte sie vor den etwa 500 Gästen. Münch sprach sich ebenso wie der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) dafür aus, dass Park und Schloss Branitz ebenso wie das Pückler-Ensemble in Bad Muskau in die Weltkulturerbeliste aufgenommen werden.

Zum Abschluss des Festaktes wurde der erstmals von der Familie des Grafen Pückler vergebene Pückler-Preis an Brandenburgs Landeskonservator Detlef Karg verliehen. Karg werde für seinen Einsatz zum Erhalt des gartenkünstlerischen Werkes von Pückler sowie für seine Leistungen in der Denkmalpflege geehrt, begründete Graf Hermann von Pückler die Auszeichnung, die mit einer ungenannten Dotierung verbunden ist. Der 71-jährige Unternehmer lebt mit seiner Familie in München und Branitz.

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