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Zwei Jahrzehnte "jute" Arbeit

© Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
mmarschall / 05.11.2010, 21:26 Uhr - Aktualisiert 06.11.2010, 08:51
Eberswalde (In House) Wofür steht eigentlich die Abkürzung BSIJ? Petra Ziegenhagen, Leiterin der Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde, las die Buchstaben rückwärts. Demnach bedeute es: „Jute, intensive Schulbeziehungen.“ Auch andere Schulen der Stadt zeigten sich damit einverstanden. Sie alle waren Freitag in den Eberswalder Zoo gekommen, um dem Bund zum Schutz der Interessen der Jugend zum 20-jährigen Bestehen zu gratulieren. Seit 1990 habe der Verein in verschiedenen Projekten mehrere Tausend Jugendliche begleitet und sich gemeinsam mit ihnen in den Bereichen Umwelt und Kultur engagiert, resümierte Vereinsvorsitzender Michael Mai. „Das alles kostet sehr viel Kraft, ist aber auch eine schöne und lohnende Arbeit“, so Mai. Sein Dank galt der Stadt Eberswalde, dem Kreis und vor allem den Schulen, als wichtigen Kooperationspartnern.

Auch erster Beigeordneter Eberswaldes Lutz Landmann war unter den Gratulanten. „Ohne die Arbeit des BSIJ wäre die Jugendarbeit um einiges ärmer“, sagte er in seiner Rede. Doch warum feiert man ein solches Jubiläum ausgerechnet im Zoo? Das erschloss sich den Gästen erst als Zoodirektor Bernd Hensch sie zur Voliere der Schnee-Eulen führte, wo er dem Vereinsvorsitzenden Mai eine Plüschattrappe des Nachtvogels überreichte. Der bekam die Ehre zur Feier des Tages, ein lebendes Exemplar zu taufen. „Kunibert–die BSIJ-Eule“ heißt das gefiederte Zootier von nun an.

Zum zehnjährigen Jubiläum hatte der Verein im Forstbotanischen Garten Bäume gepflanzt. Die Idee hinter allem: „Es geht darum Spuren zu hinterlassen“, sagte Michael Mai. Der Vorsitzende ist sein 1992 im Verein tätig. Warum er sich damals im Alter von 12 Jahren entschloss mitzumachen kann er einfach beantworten: „Ich fand es einfach toll in der Natur zu campen und mit dem Boot unterwegs zu sein.“

Dazu bietet der BSIJ auch heute noch Gelegenheit, organisiert regelmäßig Abenteuercamps. Mithilfe der Schulen gelinge es, die Jugendlichen abzuholen. Als besonderes Erlebnis seiner empfindet Mai die Momente, in denen von der Klasse nicht akzeptierte Schüler durch die Aktionen im Verein Anerkennung finden. Diese Momente solle es nach Möglichkeit auch nach 20 weiteren Jahren Vereinsarbeit noch geben.

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