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Naturparkschau und Agrarmuseum unter einem Dach

06.11.2010, 14:02 Uhr
Potsdam (DPA) Naturschutz und Landwirtschaft stehen sich oft gegensätzlich gegenüber. In Wandlitz (Barnim) sollen beide Bereiche nun gleichberechtigt unter einem Dach zu Hause sein. Dort entsteht bis Ende 2012 das „Barnimhaus“ mit einer gemeinsamen Ausstellung des Naturparks Barnim und des Agrarmuseums Wandlitz. Für das Vorhaben hat Umweltministerium EU-Fördermittel in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro bereitgestellt, teilte das Ministerium am Samstag anlässlich der Übergabe mit.

Eine innovative Idee werde mit Leben erfüllt, erklärte Tack. Es entstehe ein Forum für Information und Kommunikation zwischen ländlichen Agrarproduzenten und städtischen Verbrauchern und es werde die Kulturlandschaft des Naturparks vorgestellt. Der 750 Quadratkilometer große Park sei die am stärksten vom Tagestourismus frequentierte Naturlandschaft Brandenburgs, erläutert das Ministerium.

Der Bürgermeister der Gemeinde, Udo Tiepelmann, erwartet von dem einmaligen Projekt in Brandenburg eine touristische Stärkung der Region. Vorsichtig geschätzt sei mit bis zu 25 000 Besucher jährlich zu rechnen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Das Haus werde das ganze Jahr geöffnet sein. Das Agrarmuseum müsse bisher im Winter immer schließen, weil es keine Heizung gibt.

Den Besucher soll die Entstehung der Landschaft des Barnim in der Eiszeit und ihre Gestaltung durch den Menschen bis in die Gegenwart erläutert worden. Zudem werde es diverse Landmaschinen zu sehen geben und traditionelles Landleben vorgestellt. Ferner seien ein Garten mit Spielbereich und Ruhezonen, eine Festwiese für Veranstaltungen und ein Naturerlebnispfad vorgesehen.

Die Gemeinde trage etwa 25 Prozent der gesamten Kosten von 5,7 Millionen Euro selbst. Mit dem Geld werde das Ausstellungsgebäude neu gebaut, die Schau gestaltet und die alte Wandlitz Schule umgebaut. Dort sollen Räume für Sonderausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden. Die Verwaltungen des Agrarmuseums und des Naturparks würden in dem Gebäude auch einen neuen Platz bekommen. Das Agrarmuseum Wandlitz beherberge die größte landtechnische Sammlung im Land, berichtet das Ministerium. Die Fläche reiche nicht mehr, um die Exponate aus 300 Jahren Agrargeschichte zu zeigen.

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