Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Streifendienst im Auftrag der Stadt erfolgreich

Sabine Rakitin / 23.11.2010, 20:15 Uhr - Aktualisiert 23.11.2010, 22:57
Bernau (In House) Fünf Monate lang hat die Stadt Bernau an den Wochenenden Parks und Plätze auf eigene Rechnung von einem privaten Wachdienst kontrollieren lassen. Nun zog die Verwaltung Bilanz, ob sich der Einsatz gelohnt hat.

Der Vertrag, den die Stadt mit der Märker Wachdienst GmbH abschloss, war auf fünf Monate beschränkt, doch die Liste der zwischen dem 1. Mai und 
30. September zu kontrollierenden Plätze, Parks und Freiflächen lang. Jeweils an den Wochenenden – von Freitag zu Sonnabende zwischen 20 und 4 Uhr sowie von Sonntag zu Montag von 18 bis 2 Uhr – gingen die privaten Wachleute auf Streife durch Bernau und seinen Ortsteil Schönow.

Ihr Einsatzgebiet reichte vom Stadtpark und den Wallanlagen über den Busbahnhof bis zur Bürgermeisterstraße. Sie waren in Bernau-Süd unterwegs und im Kirschgarten, auf dem Russischen Friedhof und dem Bolzplatz An der Panke, zwischen den Sportplätzen in Schönow und rund um den Sportplatz an der Zepernicker Chaussee. Zumeist kam die Streife zu Fuß, manchmal auch mit dem Auto – bis zu drei Mal in der Nacht an einen Ort und zu unterschiedlichen Zeiten.

„In diesem Jahr wurden verstärkt Sachbeschädigungen in Form von Graffiti an Gebäuden, Mauern und Bänken festgestellt“, informierte Bürgermeister Hubert Handke gestern Abend den Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung. „So am 6. Juni am Wehrgraben in Höhe des Parkplatzes Parkstraße, vom 16. zum 17. Juli in der Straße Alte Brauerei und in der Hohe Steinstraße, am 28. August in der Sachtelebenstraße und am 25. September an der Plansche“, zählte er auf. Am 24. Juli erwischten die Wachmänner Leute, die sich im Külzpark ihres Abfalls entledigen wollten, am 12. Juni eine Gruppe von angetrunkenen Jugendlichen, die ein Halteverbotsschild dabei hatten. „Die Bereiche südliche Bürgermeisterstraße, Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof, die in den Jahren zuvor verstärkt kontrolliert wurden, stellen keine Schwerpunkte mehr dar“, stellte Handke fest.

Für eine Fortführung des Vertrages mit dem Wachdienst sprach sich Othmar Nickel (CDU) aus. „Wir sollten den Streifendienst weiterbetreiben. Dadurch werden vielleicht schlimmere Dinge verhindert“, glaubt er. Auch Bürgermeister Handke gewinnt den von der Stadt finanzierten Kontrollen Vorteile ab: „Es ist eine Möglichkeit der Prävention, und sie stärkt das subjektive Sicherheitsempfinden der Bernauer“, sagte er.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Uwe Reinhardt 10.01.2011 - 15:27:02

Anmerkung zu den Beiträgen

Wenn sich jemand zu den Arbeitsbedingungen der MÄRKER WACHDIENST GmbH äußert, so sollte es auch auf entsprechendem Niveau erfolgen: 1. Hält sich das Unternehmen an den derzeit aktuellen Tarifvertrag - JA - 2. Ist das Unternehmen ISO-zertifiziert - JA - 3. Ist das Unternehmen Mitglied im BDWS - JA - 4. Existieren monatliche Dienstpläne für jeden Angestellten - JA - 5. Existieren Dienstanweisungen für die Tätigkeiten jedes Angestellten in seinem ihm zugewiesenen Objekt/Bereich - JA - 6. Wie wird mit Anfragen/Anregungen/Beschwerden durch Angestellte umgegangen - OFFENSIV - Sollte jemand für sich selbst einen dieser Punkte mit NEIN beantworten, so sollte er entsprechend Punkt 6. nach Lösungen suchen oder sich letzendlich bei einem anderen Unternehmen einstellen lassen. Zur Revierbestreifung ausgewählter Schwerpunktbereiche in Bernau ist anzumerken, dass selbstverständlich durch Stadtangestellte mit entsprechender Ausbildung/Schulung gearbeitet werden könnte, allerdings der finanzielle und planungstechnisch/logistische Aufwand entgegen dem Einsatz eines Sicherheitsdienstleisters für dieselben Tätigkeiten entgegensteht. Es ist also richtig, dass die Stadt (wie für andere unzählige anderweitig gelagerte Aufträge auch) sich ein Unternehmen für die Erfüllung dieses Auftrages sucht. Konsequenterweise ein Unternehmen, welches auch seine Steuern in Bernau entrichtet. Uwe Reinhardt

Berger 24.11.2010 - 18:10:54

Leider...

lieber Schustermann, wir man bei der Vargabe eines solchen Auftrages immer auch den Preis im Auge behalten. Sollte der eine Wachdienst bessere Arbeitsbedingungen bieten schlägt sich das natürlich auch auf den Angebotspreis, den das Unternehmen an die Stadt abgibt nieder. Dennoch würde ich so etwas begrüßen, obgleich da eine andere Frage auftaucht. Wieso kann dies nicht das Ordnungsamt mit übernehemen? Gut, man müsste ein paar mehr Leute einstellen. Die könnten dann aber auch gleich andere geltende Rechte und Gesetze durchsetzen. Funktioniert in anderen Städten auch und diese haben auch nicht wirklich mehr Einwohner als Bernau. Alleine wenn ich mir anschaue wie oft die Scheiben am Busbahnhof dieses Jahr in Gänze demoliert worden sind, wird mir übel. Und diese zu ersetzen bedeutet auch eine Mehrbelastung im Haushalt der Stadt Bernau(Steuergelder), denn die Haltestellenhäuschen gehören der Stadt. Von dem ganzen Dreck der stets und ständig neben vorhandene Abfallbehälter geworfen werden ganz zu schweigen.

Schustermann 24.11.2010 - 07:59:20

Wachschutz auf Plätzen und in Parks

Es ist zwar zu begrüßen,dass die Stadt und angrenzende Gemeinden etwas gegen Vandalismus unternehmen. Da ich selbst mal bei dieser Wachschutzfirma tätig war, weiß ich, dass dort abslut Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herschen. Keine Unterkünfte, kein Strom, und nicht mal Toiletten und kaum mal 1 freies Wochenende und Überstunden ohne Ende. Und das alles für einen absoluten Hungerlohn von weit unter 5€. Das sollten die Verantwortlichen der Stadt bedenken, wenn sie sollche Aufträge vergeben

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG