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Votum gegen neuen Investor in Rehberge

Britta Gallrein / 28.11.2010, 18:51 Uhr - Aktualisiert 28.11.2010, 19:40
Bernau (MOZ) Die Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung die Ansiedlung eines großen Elektro-Fachmarktes im Gewerbegebiet Rehberge abgelehnt. Es war eine knappe Entscheidung, mit der viele unglücklich waren. Von Britta Gallrein „Die Bürger würden uns einen Vogel zeigen, wenn die hören könnten, dass hier ein Media Markt herkommen könnte und wir sagen, wir wollen das nicht“, war Othmar Nickel (CDU) überzeugt. Doch dieser Meinung waren nicht alle seine Kollegen. Bereits die Abstimmung in den Ausschüssen zeigte, dass die Meinungen sehr auseinander gehen. Während der Wirtschaftsausschuss sich für die Ansiedlung aussprach, war man im Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich dagegen. 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche wollte die Firma S&Z Invest in Rehberge in unmittelbarer Nähe zu Obi kaufen. Das Gebiet Rehberge habe sich sehr gut entwickelt. Mit der Ansiedlung des Elektrofachmarktes würde das Gewerbezentrum einen weiteren Kundenmagneten dazu gewinnen. 60 bis 70 Arbeitsplätze sollten dort entstehen. Die Steuereinnahmen der Stadt würden sich erhöhen, da der Markt selbstständig arbeitet, heißt es in der Begründung der Antrag stellenden CDU-FDP-Fraktion. Doch dafür müsste die Stadt den Bebauungsplan ändern. „Wir haben festgelegt, dass in dem Gebiet kein weiteres Gewerbe entsteht. Wir würden unser eigenes Einzelhandelskonzept in Frage stellen“, erklärte Norbert Hollmann (Linke) die Ablehnung des Stadtentwicklungsausschusses. Außerdem schaffe die Stadt damit zusätzliche Konkurrenz zum Elektrofachmarkt in der Bahnhofspassage. „Am Ende würde nur einer von denen überleben“, war er überzeugt. Das Versprechen der neuen Arbeitsplätze konnte Michael Hellmund (SPD) nicht überzeugen. „Das hat der Investor bei Obi auch versprochen und nichts ist passiert. Wir sollten die vorhandenen Standorte stärken und keine neuen Schlachtfelder aufmachen.“ Sein Fraktionskollege Udo Blümel hielt dagegen. „Es kann nicht unsere Aufgabe sein, die Etablierten vor neuer Konkurrenz abzuschotten. Hier bietet sich eine Chance, einen neuen Anbieter zu etablieren.“ „Wenn der Media Markt nicht hierher kommt, geht er fünf Kilometer weiter nach Panketal. Die Innenstadthändler sollen nicht jammern, das die Kunden ausbleiben, sondern ihre Geschäfte attraktiver machen, dann kommen die Leute auch“, fand Renate Richter (Freie Fraktion). Denkbar knapp war die Entscheidung. 16 Stadtverordnete stimmten für die Ansiedlung, genauso viele dagegen. Bei Stimmengleichheit wird der Antrag abgelehnt.

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Dr. Frank Valentin 08.12.2010 - 17:12:13

Der Sozialismus siegt! In Bernau

In der vorigen Woche habe ich wieder einmal bedauert, dass man uns Schönower damals vor sieben Jahren mit der Stadt Bernau zwangsvereinigt hat. Ob wir wollten oder nicht und die Mehrheit der 5600 Einwohner unseres Dorfes wollte nicht. Es ist seit dem vieles schlechter geworden. Das Dorfparlament, das heute Ortsausschuss heißt, hat fast nichts mehr zu sagen und im Bewußtsein der Stadtverwaltung sind wir irgendwo am A... der Welt. Wir haben höhere Steuern aufgedrückt bekommen und zahlen Gebühren für Nichts, z.B. für die Straßenreinigung, die nie kommt Vom elenden Chaos mit Post und Kurierdiensten, das fast drei lange Jahre anhielt, ganz zu schweigen. Jedenfalls war es in der vergangenen Woche wieder einmal Zeit für nostalgische Gedanken: Da berichtete unsere Morgenzeitung über einen gutwilligen Investor für das Bernauer Gewerbegebiet Rehberge, direkt an der Autobahnabfahrt Bernau-Nord. Dort wollte sich neben dem McWürgerking (oder wie der heißt) ein Medienmarkt ansiedeln. Konkurrenz für den Elektronikmarkt in der Bahnhofspassage und das durfte natürlich nach dem Willen einiger Stadtverordneten überhaupt nicht sein! Folgerichtig wurde die Vorlage dann auch in der Stadtverordnetenversammlung abgeschmettert. Es ist natürlich die Hauptaufgabe von Stadtverordneten, sich um das unternehmerische Risiko von Gewerbetreibenden zu sorgen, oder? Was soll's, in ein paar Wochen wird man wieder wegen der seit Jahren stagnierenden Gewerbesteuereinnahmen der Stadt barmen. Jammern hilft. Wie gesagt: Schade, dass wir jetzt zu Bernau gehören. Auf der anderen Seite der Autobahn ist im ehemaligen Schönower Gewerbegebiet noch viel Platz. Auch mit Autobahnanschluss. Nun wird der Investor sicherlich in die benachbarte Gemeinde Panketal ziehen und wir müssen wegen eines Geschenks oder eines Computerteils nicht mehr durch die ganze Stadt Bernau zum Bahnhofscenter fahren. Danke, liebe Abgeordnete.

Jürgen Poppitz 08.12.2010 - 11:22:54

R. Hofmann

Liebe/r R. Hofmann, seien Sie bitte so nett und lesen Sie das Wort "gedroht" als ironisch gemeint. Danke. Jürgen Poppitz

R.Hofmann 08.12.2010 - 10:17:19

wie immer

Wie immer wird in Bernau geredet, geredet, geredet, am besten noch mit Wörtern wie "Nachhaltigkeit, Resuburbanisierung im Mittelpunkt der Betrachtungen: Reduzierung der Inanspruchnahme von Flächen durch Verdichten" usw. "gedroht" Dabei verschleiert man doch nur folgende Tatsachen: 1. Es wurde die Ansiedlung eines Gewerbes verhindert und damit Konkurrenz. Das führt natürlich zur Frage: Wer hat das beauftragt oder möchte das oder wer hat möglicherweise von aussen auf diese Entscheidung Einfluss genommen? 2. Alle potentiellen Käufer von Joachimsthal abwärts auf der A11 bis hierher sehen weiterhin keinen Anlass in Bernau von der AB abzufahren und und ziehen weiter nach Berlin . Wo liegt hier der Nutzen für Bernau? 3. Unsere zahlreich vorhandenen Gewerbeflächen bleiben weiter ungenutzt bis den Stadtverordneten ein Gewerbe genehm ist, das kann allerdings lange dauern weil hier mein erster Satz wieder zur Geltung kommt: es wird geredet und geredet, aber was wird eigentlich getan?

Jürgen Poppitz 07.12.2010 - 22:22:38

Noch etwas

Leider habe ich gerade gesehen, dass ich ein paar Schreibfehler eingebaut habe. Nebenbei: In Höhe eines Zeitgeistes (was immer das auch sein soll) würde ich die Debatte nicht fahren, weil es mir zu sehr nach Vorwurf klingen würde und nicht nach einem Austausch von Auffassungen.

Jürgen Poppitz 07.12.2010 - 22:14:38

Noch einmal zu diesem Thema

In der MOZ vom 6. Dezember ist meine Auffassung gesagt. Heute würde ich noch diesen Satz hinzufügen: Wenn ein Investor seine Markt- und Kaufkraftanalyse getan hat und er sein Geld anlegen will mit einer doch auch gerade junge Leute ansprechende Investition, warum lassen wir dann diesen Investor nicht s e i n Risko eingehen und warum denken wir, Markt- und Kaufkraftfragen besser bewerten zu können als einer, der sein Geld ja wirklich ausgibt?" Diesen Text schrieb ich: "Bisher nahm ich immer an, begriffen zu haben, wie Marktwirtschaft funktioniert. Nun aber irritiert mich der Bericht über die Tagung der Stadtverordneten am vergangenen Donnerstag. Falsch - nicht der Bericht irritiert, vielmehr sind es die Entscheidung und so manche Argumente. Jetzt, wo ein großer Investor mit einem Vorhaben MediaMarkt droht, fällt uns plötzlich ein, dass wir einen anderen Großen - MediMax - schützen müssen. Und bei der Debatte um Frischemarkt ja oder nein war sogar von Umsatzgarantien der Stadt für Unternehmer die Rede. Seit 1990 bin ich als sozusagen kleiner Unternehmer in Bernau tätig gewesen. Nie habe ich erlebt, dass sich Stadtverordnete Sorgen machten, wie meine Umsätze laufen, nahm doch die Zahl von Finanzberatern im Laufe der Jahre enorm zu. Auch Ingenieurbüros, Telefonläden, Blumenhandel und so viele andere (ich bezeichnete mich selbst immer als kleinen Krauter) haben wohl nie erlebt, dass sich irgendjemand um deren Umsatz kümmerte – abgesehen von Finanzamt und Gewerbesteuer-einzugsstelle. Und ein weiteres Argument macht mich fertig. Da ist die Rede davon, dass das Vorhaben nicht in eine Konzeption passt. Könnte es eventuell sein, dass man eine Konzeption erneuern muss – oder verfahren wir nach dem Motto „Wenn sich die Wirklichkeit nicht nach unserer Theorie richtet, umso schlimmer für die Wirklichkeit!“? Für meine Begriffe - und so habe ich die Lenkungsfunktion des Staates verstanden – muss man sich kümmern, ob ein Vorhaben gegen grundsätzliche gesetzliche Regelungen, zum Beispiel im Bereich der Ökologie oder des Sozialen, verstößt. Aber alles andere, also auch, welche Konkurrenz für wen abzuwehren ist, kann doch nicht Gegenstand parlamentarischer Gremien werden. Was man aber zwingend aushandeln könnte, wäre zum Beispiel die Forderung, dass die Investoren durch einen BusShuttle und Sondermaßnahmen auch etwas dafür tun, dass die Schätze der Innenstadt, ob Kultur, Handel oder Gaststätten, mehr Zulauf haben. Da hätte das Stadtmarketing sicher viele Ideen. Warum sollte mit OBI und MediaMarkt nicht eine Sache zwingend auszuhandeln sein wie: Wer über 50€ ausgibt, bekommt ein Gaststättenticket oder einen Bäckergutschein oder einen Blumenstrauß oder eben einfach einen Wertbon, alles einzulösen in der Innenstadt. OBI bräuchte seine dauernden Coupons „15% weniger für ein Produkt, 10 % weniger für einen Einkauf“ ja nur neu durchrechnen, würde sogar den Verteilaufwand reduzieren können. Und wenn MediMax und die Bahnhofspassage mit Herrn Fritz an der Spitze in solche Richtung auch gehen würden, würde der in der MOZ angeschwärzte Protektionismus der Innenstadt vielleicht gegenstandslos."

Norbert Hollmann 02.12.2010 - 21:51:07

Wider dem "Zeitgeist"

Stichwort Urbanisierung Ich kenne keine Gemeinde/ Stadt, die ernsthaft sich mit Einzelhandelsentwicklung beschäftigt und auf Suburbanisierung setzt oder sich einen solchen Trend untätig aussetzt. Die Folgen eines solchen Prozesses sind nur allgemein genug bekannt: Umverteilung von Arbeitsplätzen, in der Regel sogar Abbau von Arbeitsplätzen durch Filialisierung, Verschiebung der Kaufkraft aus der Kernstadt in das Umland, die Verfügung von Gewerbeflächen schwindet, zunehmende Flächenversiegelung, Verschiebungen in der Infrastruktur, ja richtigerweise bis hin auch zur Verödung von Zentren, um nur einige Punkte aufzuzählen. Dagegen stehen immer mehr Nachhaltigkeit, Resuburbanisierung im Mittelpunkt der Betrachtungen: Reduzierung der Inanspruchnahme von Flächen durch Verdichten, Erhalt und Stärkung der Zentren, Stärkung und Entwicklung gewachsener Versorgungsstrukturen, zurück zur Kernstadt. Die Steuerung der Einzelhandelsentwicklung durch planungsrechtliche Instrumentarien gewinnt an Bedeutung. Dem stellt sich auch Bernau. Dass es hier noch viele Baustellen in Bernau gibt, ist mir bewusst: Koordinierung des innerstädtischen Einzelhandels, das innerstädtische Erscheinungsbild, das Sortimentsangebot des Einzelhandels, die Erreichbarkeit der Innenstadt, auch die Harmonie eines gemeinsamen , kommunalpolitischen Handelns, um auch hier nur einige Aspekte zu nennen. Um diese Prozesse positiv anzugehen, wurde u.a. auch deshalb erst im vergangenen Jahr eine städtische Stadtmarketinggesellschaft ins Leben gerufen, gibt es Überlegungen zur Umgestaltung der Bürgermeisterstraße. Stichwort zentrale Versorgungsbereiche Richtigerweise muss zwischen den zentralen Versorgungsbereich Innenstadt und den zentralen Versorgungsbereich Bahnhofspassage unterschieden werden. Ob das letztere nur eine bipolare Ergänzung des ersten ist oder umgekehrt will ich hier nicht näher betrachten. Fakt ist aber, dass die Bahnhofspassagen Angebote aufgenommen hat, die im Kern zentrenrelevant sind, die jedoch aufgrund den heutigen Flächenforderungen geschuldet in der Innenstadt nicht realisiert werden können. Hinzu kommen noch Angebote aus dem Kultur- und Freizeitbereich, Kino, Bowling. Eine weitere Anmerkung In Bernau werden im Bereich Elektro, Leuchten, elektr. HH- Geräte, Unterhaltungselektronik, Tonträger und PC jährlich ca. 12.300 TEUR umgesetzt. Das Nachfragevolumen beträgt ca. 14.900 TEUR. (Alle Zahlen aus dem Einzelhandelskonzept der Stadt Bernau, Stand 2007). 14.900 TEUR würden 100%-ige Kaufkraftbindung bedeuten. Der Bevölkerungszuwachs wird sich nur bedingt erhöhen, der Anteil Älterer dagen um so mehr. Also gewinnt das Umland an Bedeutung, müssen künftige Umsatzziele bei Ansiedlung eines Elektrofachmarktes in der Größenordnung ohne Kaufkraftabschöpfung ausschließlich aus dem Umland realisiert werden. Das halte ich für unrealistisch.

Philipp Schöning 30.11.2010 - 23:06:33

Ohne Bedarf würde kein Interesse bei einem Investor bestehen...

Ich hoffe, es stört Sie nicht, wenn ich Ihren Kommentar in Stichpunkten analysiere. Grundthesen: 1. Der Media Markt zerstört den Innenstadtbereich (Kaufkraftbindung) --> Cityverödung 2. Wir befinden uns schon in Konkurrenz. Gegenargumente: Zu 1. • Innenstadt und Bahnhofspassage in einen Topf? – Wenn ich in der Bahnhofspassage einkaufen gehe, komm ich nicht auch noch in die Innenstadt. Das würden zwar viele Leute gerne sehen, geschieht aber reell nicht wirklich, meiner Einschätzung nach. • Der Media Markt stellt keine Konkurrenz für Gewerbe in der Innenstadt dar • Nur Konkurrenz auf dem Gebiet eines Elektrofachmarktes: • Begrenzt vorhanden, da im Vergleich Medi Max in der Bahnhofspassage relativ teuer ist • Foto/Optik – Optik? • Akustik – Hörgeräte gibt es bei Media Markt nicht! – Und einen Laden für Audioequipment gibt es in der Innenstadt nicht. Zu 2. • Bisher kein „vernünftiger“ Elektrofachmarkt in der Nähe • Wenn die Leute heute nach Berlin zu einem Media Markt fahren, könnte man sie doch mit einem neuen hier vor Ort aus Berlin weglocken? Weiteres • Protektionismus o Positiv: • Versuch der zeitlichen Verzögerung der Cityverödung – Zeitliche Verzögerung, verhindert nicht, dass durch die Bahnhofspassage der Prozess weitergetrieben wird. o Negativ: • Wettbewerbsverzerrung zu Gunsten des Medi Max in der Bahnhofspassage mit der Begründung der Einzelhandelskonzeption „Die noch weiter zunehmende Siedlungsanbindung an die Stadt Berlin, die berufliche und kulturelle Ausrichtung vieler Bernauerinnen und Bernauer und des Umlandes werden auch weiterhin das Kaufverhalten beeinflussen, Berlin als den Einzelhandelsstandort wahrzunehmen.“ • Daran ändert auch die Verhinderung des Media Marktes nichts. „Wäre diese Vorlage beschlossen worden, wäre das Einzelhandelskonzept grundsätzlich in Frage zu stellen und alle planungsrechtlichen Festsetzungen, die dieser entgegenstehen würde, außer Kraft zu setzen. Die städtebauliche Unverträglichkeit ist offensichtlich.“ • Kann man die Cityverödung mit einem solchen Einzelhandelskonzept aufhalten? • Ist das Einzelhandelskonzept generell in Frage zu stellen? – Wer will heute noch in die Innenstadt, Suburbanisierung ist ein Trend, der auch die Innenstadt erfasst. Ich würde mich freuen, wenn diese Analyse kritisch bewertet würde und entsprechende Gegenthesen gegen meine Gegenargumente vorgetragen werden könnten.

Norbert Hollmann 30.11.2010 - 21:18:41

Brauchen wir einen neuen Elektrofachmarkt?

Was ist gegen ein gewisses Maß an Protektionismus auf der Grundlage eines von der Stadt Bernau beschlossenen städtebaulichen Entwicklungskonzeptes wie das Einzelhandelskonzept der einer von ihr beschlossenen städtebaulichen Planung einzuwenden, sich für eine Chance des Bernauer Einzelhandels einzusetzen, die vorhandene Kaufkraft der Bernauerinnen und Bernauer und darüber hinaus z.B. im Bereich der Unterhaltungselektronik, Elektrohaushaltswaren, Foto/ Optik und Akustik, durch entsprechende Angebote, bevorzugt in den bereits bestehenden zentralen Versorgungsbereichen Innenstadt und Bahnhofspassagen zu binden. Schon heute liegt die Kaufkraftbindung hier bei 78%, mit Sicherheit noch ausbaufähig. Die noch weiter zunehmende Siedlungsanbindung an die Stadt Berlin, die berufliche und kulturelle Ausrichtung vieler Bernauerinnen und Bernauer und des Umlandes werden auch weiterhin das Kaufverhalten beeinflussen, Berlin als den Einzelhandelsstandort wahrzunehmen. Wir befinden uns schon in Konkurrenz. Eine Verdoppelung der Einkaufsflächen in den oben genannten Branchen bedeutet nicht zugleich eine Verdoppelung der Kaufkraftbindung. Verdrängungswettbewerb, Umsatzverlust durch Kaufkraftabfluss und die Gefährdung der Grundstruktur vorhandener Einzelhandelsstandorte sind zu erwarten. Wäre diese Vorlage beschlossen worden, wäre das Einzelhandelskonzept grundsätzlich in Frage zu stellen und alle planungsrechtlichen Festsetzungen, die dieser entgegen stehen würde, außer Kraft zu setzen. Die städtebauliche Unverträglichkeit ist offensichtlich.

Philipp Schöning 28.11.2010 - 22:59:35

Wo man nur hinguckt, Inkompetenz am laufenden Band in Bernau!

Wen wundert es, wenn solche Entscheidungen in Bernau getroffen werden? Erst die Sache mit dem Bauvorhaben am Bahnhofsvorplatz, wo die Stadt Bernau wieder einmal nichts hinbekommt. Dann die nicht vorhandene Förderung des Ausbaus von Breitband-Internet vornehmlich in den Ortsteilen, Wirtschaftsförderung, wer braucht denn sowas? Warum sollte man denn in Zukunftstechnologien, abseits von Tourismus oder sonstigen Unsinnigkeiten, investieren? Jetzt wieder aktuell, der Skandal um den Kauf des Gebäudes in der Bürgermeisterstraße. Da stellt sich mir die Frage bzgl. des Architektenwettbewerb (das vorhandene Haus soll abgerissen werden und ein zweites Rathaus gebaut werden), ist das noch Wahnsinn oder hat das schon Methode ... ? ((eingefügten Link entfernt, bitte Netiquette beachten, d. Redaktion)) Inkompetenz am laufenden Band in Bernau, der Wähler hat es so entschieden. Hier bietet sich auch einmal wieder passend der Vergleich mit der DDR an, wer einmal einen Posten hat, behält diesen, für immer und ewig.

Günter 28.11.2010 - 21:27:12

Ich bin heute zum Media Markt

Unverständlich, typisch, wie unflexibel, wegen ändern Bebauungsplan… Ich bin heute zum Media Markt gefahren und nicht zum Media Max, da die Sortimentsauswahl beim Max sehr dünn geworden ist und ich hier das benötigte Computer-Programm hier sowieso nicht bekommen hätte. Innova, Werner ,Fritzke haben ihren festen eigenen Kundenkreis. Der Weg nach Panketal ist nicht so weit, wie nach Berlin.

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