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Ringer machen Klassenerhalt perfekt

Bestand seine Feuertaufe: Sportschüler Tony Ploke (rechts), hier in einem früheren Vergleich gegen Teamgefährte Lukas Bast, holte beim 22:16-Sieg gegen den SV Luftfahrt drei wichtige Zähler für die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt.
Bestand seine Feuertaufe: Sportschüler Tony Ploke (rechts), hier in einem früheren Vergleich gegen Teamgefährte Lukas Bast, holte beim 22:16-Sieg gegen den SV Luftfahrt drei wichtige Zähler für die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt. © Foto: FOTO Michael Benk
Jörg Richter / 01.12.2010, 08:04 Uhr
Berlin (In House) Mit einem 22:16-Sieg beim SV Luftfahrt Berlin haben sich die Erstligaringer der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt einen Kampftag vor dem Ende der Hauptrunde endgültig aus der Abstiegszone befreit und die Hauptstädter und Germania Markneukirchen allein am Tabellenende zurückgelassen.

Erlösung und Erleichterung herrschte am Ende bei KG-Trainer Sebastian Möser: „Wichtig ist, dass wir nun endgültig aus dem Strudel
raus sind. Jetzt können wir beim letzten Kampftag am Sonnabend in der Eisenhüttenstädter Inselhalle gegen den ASV Hof völlig befreit aufringen.“

In Berlin wurde der Jüngste und Leichteste zum Helden. Jugendringer Tony Ploke verbuchte ausgerechnet in diesem wichtigen Kampf seinen allerersten Sieg auf der Erstligamatte. Der Sportschüler ließ beim 2:0, 2:0, 1:1 gegen Henning Wahl nichts anbrennen und holte gleich im ersten Duell drei wichtige Zähler für das Mannschaftskonto.

„Die Jungs müssen hineinschnuppern, sich bewähren, eben eine Chance bekommen, dann wachsen sie auch zu Leistungsträgern“, sagte Sebastian Möser. Doch die Strategie der Oderstädter, jungen und hungrigen Sportlern Kampferfahrung zu bieten, hat sich auch im Fall Ploke als richtig erwiesen. „Dass der Junge auf einem guten Weg ist, hat er bereits in den vorangegangenen Begegnungen bewiesen“, hofft Möser, dass beim Zehntklässler aus der Sportschule nun der Knoten geplatzt ist.

Robert Glor (120 kg/f) kämpfte zunächst gut gegen Lukasz Dublinowski mit und gewann die erste Runde. Doch dann setzte sich der clevere Berliner in den Folgerunden durch und riss den Sieg noch mit 3:1 aus dem Feuer. Dennis Langner lief auch in Berlin seiner Vorjahresform hinterher. Gegen den Polen Robert Rogalewicz unterlag er mit 2:3. Frederik Schön (96 kg/k) machte es kurz, dafür aber schmerzhaft. In der Bodenrunde packte der Schwede zu und warf Mirko Redmann mit einem Ausheber zum Schultersieg durch die Luft. „Es ist schon beruhigend, wenn man so einen Punktebringer im Team hat“, lobte Möser. Lange musste Marc Wentzke (66 kg/k) auf einen weiteren Sieg in der 1. Bundesliga warten. Nun bezwang der vom Kontrahenten Luftfahrt nach Frankfurt Zurückgekehrte Bakar Achmerzaev mit 3:0 (5:3, 1:0, 1:0) zum 13:6-Pausenstand.

Konzentriert bis in die Haarspitzen ging der argentinische Gastringer Yuri Maier (84 kg/f) für die KG auf die Matte. Er fackelte auch nicht lange und drückte noch in Runde eins Patryk Dublinowski nach mehreren Kopfrollen auf beide Schultern. Damit lösten sich auch in der Trainerecke die allerletzten Anspannungen, obwohl anschließend Rafal Statkiewicz (66 kg/f) gegen Pawel Albinowski in 1:3 Runden unterlag und auch Fabian Jänicke (84 kg/k) in letzter Sekunde Rasul Hagjimagomedov mit 0:3 verlor. Erst in der letzten Runde wurde Hagjimagomedov eine Wertung durch eine Verwarnung an Jänicke zugesprochen, was Berlin drei Mannschaftspunkte brachte.

Doch Möser hatte mit Marcus Thätner (74 kg/k) noch ein Ass im Ärmel. Und das stach wie erhofft. Thätner fuhr einen Überlegenheitssieg gegen Dogukan Karakus ein und stellte den Gesamtsieg für die KG sicher. Im letzten Duell des Abends unterlag Levon Asatrjan (74 kg/f) dem EM-Dritten Adam Sobieraj, doch das ging bereits im ausgiebigen Jubel der Oderstädter unter.

„Wir hätten eigentlich schon lange vor dem Duell in Berlin im sicheren Hafen sein müssen, doch nun haben wir es geschafft“, sagte Sebastian Möser und verteilte Sonderlob für Tony Ploke, Frederik Schön und Yuri Maier.

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