Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Prüfungen für Hund und Mensch

Entspannte Situation: Der Hund lässt sich auch durch plötzliche Geräusche – etwa auf einem 

S-Bahnhof – nicht irritieren. Foto: promo
Entspannte Situation: Der Hund lässt sich auch durch plötzliche Geräusche – etwa auf einem 

S-Bahnhof – nicht irritieren. Foto: promo © Foto: moz
KUKRAKAU / 21.12.2010, 08:05 Uhr
Panketal (In House) Die Gemeindevertretung Panketal hatte im Oktober 2010 beschlossen, dass auf Antrag eine einmalige Ermäßigung der Hundesteuer um die Hälfte des Jahressteuersatzes gewährt wird. Voraussetzung dafür ist, dass der Hundehalter einen für sich und seinen Hund erworbenen „Hundeführerschein“ vorweisen kann. Der Hundeführerschein muss von einer autorisierten Person ausgestellt sein. Von der Gemeinde Panketal wurde Katrin Liebig von der Familien-Hunde-Schule autorisiert. Hundeführerscheine werden auch von anderen autorisierten Personen anerkannt.

Die ersten Prüfungen wurden bereits abgenommen. Sechs Prüflinge trafen sich mit Katrin Liebig und einem Prüfer an einem Wochenende um 10 Uhr, um den Hundeführerschein des BHV zu erlangen. Nach ca. 1,5 Stunden Theorieprüfung, die alle mit Bravour bestanden hatten, ging es an den praktischen Teil.

Am Bahnhof Zepernick wurde geprüft, wie sich die Teams in Alltagssituationen zurecht finden. Auf dem Bahnhof angekommen, fuhr die S-Bahn ein. Ohne besondere Vorkommnisse nahmen die Teams Passanten sowie ein- und ausfahrende Züge entspann hin. Die dann anstehende Fahrt mit dem Fahrstuhl meisterten alle Prüflinge eben-
falls.

Es folgte ein kurzer Besuch im Café Madlen, das der Durchführung der Prüfung zugestimmt hatte. Die Prüflinge mussten dort zeigen, dass sich ihre Hunde auch in dieser Umgebung gesittet und angepasst verhalten können, so dass auch ein Restaurantbesuch kein Problem wird.

Zur Prüfung gehören auch die Unterordnung sowie das gesittete Ein- und Aussteigen aus einem Pkw. Auf dem Hundeplatz der Familien-Hunde-Schule wurden das Ablegen, das Heranrufen und Einwirken auf den Hund mit und ohne Leine geprüft.

Eine nachgestellte Situation beim Tierarzt, also das Abtasten des Hundes sowie ein Auf- und Absetzen des Maulkorbes, waren weitere Stationen. Nun verließen die Teilnehmer den Hundeplatz. Es ging darum, wie sich die Teams in einer Umgebung mit vielen Ablenkungen verhalten. Simuliert wurden Begegnungen mit fremden Hunden, mit Inline-skatern und einer betrunkenen, an einem Gehstock wankenden Person simuliert.

Niemand zeigte ein auffälliges Verhalten. Zu guter Letzt waren alle Teams einer Situation mit Pferden, die sich um die Teams herum bewegten, ausgesetzt. Auch diese Situation wurde zur Zufriedenheit des Prüfers gemeistert.

Zum Abschluss gab der Prüfer, Tierarzt Dr. Roderich Sondermann, Tipps zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Hund und Halter. Mit den Prüfungen war er insgesamt zufrieden. Immerhin hatten alle Teilnehmer die Prüfung bestanden. Die Prüfung zum Hundeführerschein nicht „mal so eben gemacht“, sie erfordert sowohl von dem Hundehalter und dem Tier ein hohes Maß an Konzentration und vorheriger Übung.

Interessierte Hundebesitzer können sich in der Panketaler Gemeindeverwaltung an Frau Bartel (Telefon 030 94511115) und an Frau Krummel (Telefon 030 94511161) wenden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG