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"Es ist kalt, es ist lang, es ist hart"

Janet Neiser / 26.12.2010, 08:30 Uhr - Aktualisiert 28.12.2010, 13:51
Eisenhüttenstadt (In House) Einen Tag früher als geplant, wurde der Wettlauf zum Südpol mit der gebürtigen Eisenhüttenstädterin Claudia Beitsch (30) gestartet. Seit Sonntag ist sie mit ihrem Team unterwegs und versucht die 400 Kilometer schneller zu absolvieren als das Team aus Österreich. Im Internet können Sie das Rennen verfolgen.

„An die Kälte gewöhnt man sich langsam. Minus 20 Grad kommt einem nicht mehr so schlimm vor“, erzählt Claudia Beitsch vier Tage nach dem Start über das Satellitentelefon. Ihr Teamkollege Dennis Lehnert sagt gar: „Die Antarktis schenkt uns schöne Sommertage.“ Und wenn man marschiere werde es einem schon warm. Nach einem eher bescheidenen Vortag, geht es Claudia Beitsch nach eigenen Aussagen wieder gut. „Das Essen könnte besser sein, aber wir freuen uns auf den Südpol“, sagt sie. Zu Heiligabend habe ihr Teamkollege Dennis mit Weißwurst und Knödeln eine bayerische Spezialität vorbereitet. Zum Nachtisch soll es feine Schokolade geben. Bislang sind jedenfalls alle gesund – das dürfte vor allem Claudias Familie in Pohlitz und ihren Freund in Rosenheim beruhigen.

Was vor knapp 100 Jahren, als der Brite Robert Falcon Scott und der Norweger Roald Amundsen den Südpol eroberten, noch undenkbar war, ist heute dank der modernen Technik möglich: Die Daheimgebliebenen können das Abenteuer des deutschen Teams, zu dem auch Moderator Markus Lanz und Extremsportler Joey Kelly gehören, mitverfolgen. Das ZDF hat im Internet mit „Twitter“ eine Art Tagebuch eingerichtet. Dort trägt der Sender in Kurzform das ein, was die Teilnehmer übers Satellitentelefon berichten. Sogar die Stimme von Claudia und ihren Teamgefährten gibt es zu hören. Auch auf der Internetseite der Märkischen Oderzeitung können alle Leser die Twitter-Nachrichten verfolgen.

In einem Eintrag am Nachmittag des 23. Dezember heißt es: „Wir schlafen fünf Stunden pro Nacht, viel Zeit geht fürs Schneeschmelzen drauf, um genug zu trinken für die Strecke zu haben.“ An anderer Stelle steht: „Das Ziehen der Schlitten geht heute gut. Das Team hat neu gepackt und das Gewicht besser verteilt.“ Auch über die Tage vor dem eigentlichen Start, als die Teilnehmer bereits zur Akklimatisierung eine Woche in der Antarktis unterwegs waren, erfährt jeder Neugierige etwas. Eine Antarktis-Karte und Bilder vom Training gibt es ebenfalls im „Südpol-Spezial“ auf der MOZ-Internetseite.

Um den Jahreswechsel ist die Ankunft am Südpol geplant. „Der Weg ist noch sehr, sehr lang“, betont Joey Kelly. „Es ist kalt , es ist lang, es ist hart, aber es wird noch viel länger und härter.“ Das ZDF strahlt im März eine Abenteuerreportage aus.

Mehr zu diesem Thema: 
www.moz.de/suedpol

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