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Fahrkarten beim
 Stadtverkehr
 ab Januar teurer

Annette Herold / 28.12.2010, 07:48 Uhr - Aktualisiert 28.12.2010, 19:06
Frankfurt (In House) Die Frankfurter müssen ab Januar für Bus und Straßenbahn tiefer in die Tasche greifen. Um durchschnittlich 2,8 Prozent erhöhen sich die Fahrpreise. Die Zahl der Fahrgäste blieb im zu Ende gehenden Jahr nahezu konstant.

Zehn Cent mehr muss 2011 zahlen, wer einen Einzelfahrschein für das Frankfurter Stadtgebiet kauft. Statt bisher 1,20 Euro werden künftig 1,30 Euro fällig. Ermäßigte Einzelfahrkarten und Tagestickets verteuern sich nicht; der Preis für reguläre Monatskarten steigt um 50 Cent auf 37 Euro. Stabil bleiben die nicht ermäßigten Preise für Tages- (2,70 Euro) und Kleingruppenkarten (7,10 Euro).

Die Preiserhöhung liege bei durchschnittlich 2,8 Prozent, heißt es beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Der VBB ist es auch, der die Anhebung der Preise beschlossen hat – in den kreisfreien Städten Cottbus und Brandenburg/Havel verändern sie sich wie in Frankfurt; in Potsdam gelten teils andere Tarife.

Die Preiserhöhung sei die erste seit 2008, betont Fred Bernau, Geschäftsbereichsleiter Verkehr bei der Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (SVF). Die bisherigen Tickets sind nach seinen Worten noch bis zum Jahresende erhältlich; ihre Gültigkeit behalten sie noch bis zum 14. Januar. Wer zu viel gekaufte Fahrkarten bis dahin nicht gebraucht habe, könne sie im SVF-Kundenzentrum in der Heilbronner Straße mit der entsprechenden Zuzahlung gegen die neuen Fahrscheine umtauschen.

Beim Stadtverkehr ist man indes zufrieden mit den vorläufigen Ergebnissen einer Fahrgasterhebung des VBB. Dafür sind rund 1600 Fahrten im Stadtgebiet ausgewertet worden, wie Fred Bernau berichtet. Registriert wurde, wie viele Fahrgäste jeweils ein- oder ausgestiegen sind. Teils seien die Passagiere auch nach der Art der genutzten Fahrscheine und dem Fahrtziel befragt worden. Ersten Hochrechnungen zufolge ist der Frankfurter Stadtverkehr demnach im zu Ende gehenden Jahr von etwas mehr als neun Millionen Fahrgästen genutzt worden. Das entspreche etwa den Vorjahreszahlen, sagt Fred Bernau und sieht dies mit den Einnahmen der SVF im Fahrscheinverkauf bestätigt.

Die Fahrgasterhebung ist Grundlage der Verteilung von Fahrschein-Einnahmen innerhalb des Verbunds, innerhalb dessen Passagiere mit einem Fahrschein von A nach B fahren können. Nachberechnungen müssen nach Einschätzung der SVF vorgenommen werden, weil die Wintermonate in der Befragung außer Acht geblieben sind. „Unter diesen Wetterbedingungen nutzen mehr Menschen als sonst Nahverkehrsangebote, weil sie der Vernunft gehorchend das Auto stehen lassen.“ Fred Bernau erinnert daran, dass schon Anfang 2010 länger als in anderen Jahren winterliche Verhältnisse in Frankfurt herrschten. Er geht davon aus, dass endgültige Ergebnisse der Erhebung Mitte 2011 vorliegen.

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